Der 45-jährige Kanadier wirkt noch immer etwas müde, als er nach einer langen Saison mit 75 Einsätzen zum Interviewtermin erscheint. Er leide während der ganzen Saison unter Schlafmangel, bestätigt er. Mit Videostudium bis tief in die Nacht setzte er sich in den letzten Monaten mehr als hundert Prozent für den EHC Olten ein und hat «ein Fundament gelegt, auf dem es sich wunderbar aufbauen lässt.»

Scott, hätten Sie gedacht, dass der Playoff-Final in vier Spielen entschieden werden könnte?

Nun, alle Spiele waren sehr eng, wir hätten die Serie ebenso gut für uns entscheiden können. Doch Lausanne hatte eine gute Tiefe, starke Verteidiger, alles in allem ein wirklich gutes Team.

Denken Sie, dass sie aufsteigen können?

Sie haben gute Chancen, aufzusteigen. Sehr gute Chancen.

Was waren denn die Gründe für das überaus klare Verdikt gegen den HC Lausanne?

Der einzige Unterschied war die Erfahrung. Olten stand erstmals seit 25 Jahren wieder im Final, deshalb kann das diesjährige Scheitern auch der Grundstein für die weitere Entwicklung bedeuten. Es war sicher eine sehr, sehr gute Erfahrung für uns.

Dann sind da die Gründe, welche gegen aussen nicht allesamt sichtbar waren – verletzte und angeschlagene Spieler.

Klar, die gab es. Wir hatten seit Beginn der Saison immer wieder Verletzte zu beklagen, wichtige Spieler wie Truttmann, Marolf oder Aeschlimann fielen zudem gegen Ende der Saison aus. Wir starteten mit zehn Verteidigern, am Ende hatten wir noch deren fünf. Das Kader muss zu Beginn der Saison sehr gross sein, aber auch wenn die Playoffs starten, müssen noch 25 Spieler zur Verfügung stehen.

Die Serie gegen Langenthal war in jeder Beziehung eine sehr emotionale. Es schien, als ob man dieses Level gegen Lausanne nie mehr ganz erreichen konnte, weder die Spieler noch die Fans. War die Luft ein wenig draussen?

Wir waren bereit, doch sowohl der Viertel- als auch der Halbfinal hatten sehr viel Energie gekostet. Sieben Spiele gegen Chaux-de-Fonds, die emotionale Serie gegen Langenthal – dann fehlte uns die Erfahrung, das Ding zu Ende zu bringen.