Eishockey
Scott Beattie: «Ich erwarte eine sehr enge Final-Serie»

Die NLA hat im Kopf von EHC-Olten-Trainer Scott Beattie durchaus ihren Platz. Welchen, verrät er im Interview.

Michael Schenk
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Oltens Trainer Scott Beattie gratuliert seinen Spielern zum Einzug in den NLB Playoff-Final und hofft auf den nächsten Exlploit.

Oltens Trainer Scott Beattie gratuliert seinen Spielern zum Einzug in den NLB Playoff-Final und hofft auf den nächsten Exlploit.

KEYSTONE

Scott Beattie, das Spektrum der Emotionen, dass der EHC Olten in dieser Saison durchlebt, ist gewaltig. Wie geht das Team damit um?

Scott Beattie: Die Mannschaft hat erkannt und gelernt, dass sie eine Siegermannschaft ist. Der Glaube daran ist absolut da. Das war zu Saisonbeginn noch nicht so. Insofern hat sich die Mentalität zum Positiven verändert.

Inwiefern beeinflusst der tragische Unfall von Ronny Keller den «Motor» ihrer Mannschaft?

Letztlich müssen Spieler und Staff alle ihren eigenen Weg finden, um mit dieser unglaublich harten Situation klar zu kommen. Aber die Mannschaft ist zweifellos zusammengerückt und kann daraus auch Kraft schöpfen

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Ein Fakt, der letztlich vielleicht auch den Ausschlag zum Sieg im Halbfinal gegen Langenthal gegeben hat. Mit Lausanne erwartet Sie nun im Final eine ganz anders strukturierte Equipe?

Langenthal hat eine aussergewöhnlich starke und drei starke Linien. Lausanne ist punkto Tiefe deutlich breiter besetzt. Wir werden also unser bestes Eishockey auspacken müssen, um die Serie zu gewinnen.

In der Regular Season hat Olten vier von fünf Spielen gegen Lausanne gewonnen?

Die Regular Season ist eine Sache, die Playoffs sind eine andere. Lausanne musste während der Saison auch mit vielen Ausfällen zurechtkommen. Ich erwarte darum eine sehr schwere, enge Final-Serie.

Eine ganz nach dem Motto – alles ist möglich?

Genau. Das ist unsere Parole – alles ist möglich. Die Mannschaft hat bewiesen, dass sie Durststrecken durchstehen, Tiefschläge wegstecken und auch mit der Favoritenrolle umgehen kann. Das hinterlässt ein Gefühl, alles gewinnen zu können. Erfolg ist Siegen und wir wollen Erfolg haben

Ist die NLA schon Teil des Bildes in ihrem Kopf, was die unmittelbare Zukunft mit Olten angeht?

Der Klub verfolgt das Ziel dahin zurückzukehren. Das ist kein Geheimnis. Allein schon wegen unserer Fans, die für uns der sechste Mann sind. Die Fan-Kultur in Olten ist absolut reif für die NLA.

Sie haben Ihren Vertrag bis 2018 verlängert – das bedeutet zweifellos, dass sie noch grosse Pläne in Olten und mit Olten haben?

Klar, wir wollen weiter, insofern ist die NLA schon Teil meines Bildes. Wie weit es in dieser Saison noch gehen wird, werden wir sehen.

Derek Cormier und Paul Di Pietro sind zusammen stolze 82 Jahre alt. Nichtsdestotrotz spielen sie glänzende Playoffs. Da könnte also noch viel möglich werden heuer?

Es gab nicht wenige Leute, die hinterfragten, warum wir diese Spieler verpflichtet haben. Sie geben die Antwort. Beide haben ein enormes Potenzial und sind Typen, die dieses im entscheidenden Moment abrufen können. Das macht Topspieler aus.

Würden Sie die zwei auch nächste Saison gern im Kader haben?

Ja natürlich, sehr gern. Beide sind Super-Menschen und darum nicht nur auf dem Eis sehr wertvoll fürs Team. Aber das liegt nicht in meiner Kompetenz, das zu entscheiden.

Noch ein Wort zu Patrice Lefebvre, der Sie seit Mitte Februar assistiert?

Er macht einen tollen Job. Patrice bringt eine Siegermentalität in die Mannschaft. Je mehr solche Leute wir haben, umso besser im Hinblick auf das, was uns noch erwartet.

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