Eishockey
SCL-Stürmer: «Wir sind spielerisch besser als Olten»

Morgen um acht Uhr kommt es zu einem Kräftemessen zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Olten. Die Vorzeichen stehen unterschiedlich. Die Langenthaler kämpfen gegen eine Krise, während der EHC Olten mit einem neuen Ausländer gestärkt wurden.

Leroy Ryser
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Langenthal-Goalie Marco Mathis – der Eichmann-Ersatz – hat morgen seinen bisher grössten Auftritt. mb

Langenthal-Goalie Marco Mathis – der Eichmann-Ersatz – hat morgen seinen bisher grössten Auftritt. mb

Solothurner Zeitung

Nach dem Dienstagabend hiess es beim SC Langenthal aufatmen. Nach drei Niederlagen in Serie, konnten sich die Oberaargauer mit einem Sieg gegen den HC Ajoie aus dem ersten kleineren Saisontief befreien. Zwar mussten die Langenthaler um den Sieg zittern, wichtig war letztlich nur der Dreipunkte-Erfolg.

«Wir wurden nervös»

«Es war ein typisches Spiel für unsere Situation. Wir führten 3:1, kassierten ein Tor und wurden nervös. Eigentlich ist mir deshalb egal, wie wir gewonnen haben. Wichtig ist, dass wir gewonnen haben», sagte SCL-Coach Heinz Ehlers nach dem Spiel gegen die Jurassier. Es war ein Sieg, der den Langenthalern im Hinblick auf das Derby wichtiges Selbstvertrauen gibt und die so eine weitere Erfolgsserie starten könnten.

Im Kleinholz gegen den EHC Olten wird dieser mögliche Höhenflug aber gleich auf eine harte Probe gestellt. Die Solothurner feierten in den letzten vier Spielen drei Siege und überzeugten vor allem zuletzt gegen den HC Sierre-Anniviers mit einem 7:1-Erfolg. Bereits früh hatten die Oltner die Nase vorne. Erst nur spielerisch mit druckvollen Angriffen, aus deren Umklammerung sich die Walliser nicht zu befreien wussten, später auch in Sachen Toren.

Mit viel Disziplin zum Sieg

Für Heinz Ehlers hat der deutliche Olten-Erfolg aber keinen speziellen Einfluss auf die Partie vom Freitag. «Es wird so oder so schwer gegen sie. Sie haben viel Talent, wir dürfen sie einfach nicht spielen lassen», gibt der SCL-Coach zu Protokoll. Trotzdem sieht er gute Aussichten für seine Mannschaft: Sofern sie sich bedingungslos an das Konzept halte.

«Wir müssen sehr diszipliniert auftreten, wenig Strafen nehmen und während 60 Minuten gut organisiert auftreten.» Zudem ist der Däne überzeugt, dass es auch dieses Mal ein enges Spiel wird. Daniel Carbis, der SCL-Stürmer pflichtet seinem Coach bei, sieht das ganze aber mit mehr Selbstvertrauen an: «Es wird sicherlich ein intensives, körperbetontes Spiel geben. Ich denke aber, dass wir spielerisch besser sind. Das wird den Unterschied ausmachen.»

Olten rüstet auf

Eine erneut wichtige Rolle im Derby werden die Torhüter und die Ausländer spielen. Während Langenthal zuletzt in Sachen Ausländer deutlich besser bestückt war, konnte der morgige Gastgeber in dieser Hinsicht einiges aufholen. Mit Cory Pecker spielt seit vier Spielen ein zweiter Ausländer an der Seite von Marty Sertich, der den Anforderungen entspricht.

Während Redenbach – er war in den letzten vier Spielen überzählig – weniger als einen Punkt pro Spiel erzielte, kommt Pecker in seinen vier Einsätzen bereits auf anderthalb Punkte im Schnitt. Seit dessen starken Auftritten hat der EHC Olten auch besser gespielt, zuvor resultierten nämlich vier Niederlagen aus fünf Spielen.