Verhältnisse wie man sie im Hornussen auf gar keinen Fall wünscht, kennzeichneten am Samstagnachmittag das Wasserämter Derby der NLA-Hornusser zwischen Zuchwil und Recherswil-Kriegstetten. Ein zum Teil heftiger Westwind fegte über das Spielfeld entlang der A5 und sorgte dafür, dass auch optimal getroffene Streiche im Schnitt 30 bis 50 Meter kürzer gerieten.

Zum Glück wurde dadurch aber keine der beiden Mannschaften benachteiligt. Die schwierigen Bedingungen wurden durch die Längen von Spitzenleuten wie Beni Lehmann mit 79 Punkten, und gleich fünf Langschlägern, die lediglich je 73 Punkte schafften, untermauert.

Ein Spiel auf Messers Schneide

Das samstägliche Spiel in Zuchwil stand von Beginn weg auf des Messers Scheide. Im ersten Umgang gelang es dem Heimklub, einen winzigen Vorsprung von 18 Punkten vorzulegen. Im zweiten Durchgang hielt die Spannung weiter an.

Dank der elektronischen Resultat-Anzeige, war man stets auf dem Laufenden über den Stand der Dinge. Die Bedingungen hatten sich zwar kaum verbessert und die Zuchwiler mussten sich einige kurze Streiche schreiben lassen. Wie dann die Besucher zum zweiten Umgang antraten, veränderte sich der Vorsprung zugunsten von Zuchwil nur unwesentlich.

Am Schluss betrug er Vorsprung der Platzherren aber immerhin 27 Punkte. Pech hatten die Zuchwiler im Auswärtsspiel in Lyss, wo sie gerade mal einen einzigen Schlagpunkt hinter den Seeländern landeten und damit zwei wichtige Rangpunkte vergaben. «Wenn wir im Ries weiterhin sauber bleiben, können wir in der Tabelle in den nächsten Spielen gegen Gegner die durchaus in unserer Reichweite liegen.»

Heimteam ist zufrieden

Die Zwischenbilanz der Zuchwiler, nachdem ein Drittel der Meisterschaft gespielt ist, bezeichnet der 52 Jahre alte Routinier Hanspeter Moser, der seit einem Dutzend Jahren zu den zuverlässigen Elementen im Team des dreifachen Schweizermeisters zählt, als gut.

«Die fünf neuen Spieler, welche wir auf diese Saison hin neu ins Team einbauten, werden von Spiel zu Spiel besser und haben sich bereits vollständig in die Mannschaft integriert. Wenn man berücksichtigt, dass man bisher mit den Spielen gegen Bern-Beundenfeld, Wäseli und Lyss und nun gegen Recherswil-Kriegstetten bereits gegen vier Spitzenmannschaften gespielt hat, ist der 11. Zwischenrang gar nicht so schlecht. Von den zehn vor Zuchwil klassierten Mannschaften haben nämlich bereits deren Sechs ein Spiel mehr absolviert.

Ausgeglichene NLA

Markus Spichiger, der Spielführer von Recherswil-Kriegstetten zeigte sich trotz der knappen Niederlage nach dem Spielrecht zufrieden. «Wir sind gut in die Meisterschaft gestartet. Durch die vielen Vereinswechsel in den letzten Jahren ist die Spitze in der Nationalliga A stärker zusammengerückt. Es gibt kaum noch schwache Mannschaften. «Heute verzeichneten wir schlicht zu viele Fehlstreiche, sonst wäre sogar ein Sieg dringelegen. Die Bedingungen waren für alle gleich».