Es gibt in der NLB einige Mannschaften, die man beileibe als Wundertüten bezeichnen kann. Eines davon ist die Spielgemeinschaft Yellow/Pfadi Espoirs. Die bisherigen Resultate der Zürcher in dieser Saison machen es einem Analysten nicht gerade leicht, die Truppe einzuordnen.

Die Winterthurer legten einen schon fast episch schlechten Saisonstart hin. Mit acht Niederlagen in Folge waren die jungen Pfader lange das Schlusslicht der Liga. Auch gegen Gegner in Reichweite konnten die Winterthurer nicht reüssieren.

Nur ein knappes Polster 

Erst in Spiel neun sicherten sie sich den ersten Punkt, mit einem Unentschieden gegen das damals auch noch fast punktlose Steffisburg. Kurz darauf gelang ein erstaunlicher Achtungserfolg gegen den BSV Stans, der in der Tabelle um die vordersten Plätze mitspielt. Dieser Sieg war aufgrund der bisherigen Resultate nicht zu erwarten.

Zumindest konnte sich Yellow in der zweiten Saisonhälfte stabilisieren und siegte gegen die direkten Konkurrenten um den Abstieg. Mit den Siegen gegen Altdorf und Emmen haben sich die Winterthurer von den Abstiegsrängen verabschiedet, das Polster beträgt jedoch nur gerade drei Punkte.

Stark, wenn’s um die Wurst geht

Es ist eigentlich nicht erstaunlich, dass gerade Nachwuchsmannschaften von NLA-Vereinen unberechenbar sind. Durch die enge Zusammenarbeit mit ihren Fanionteams spielen die Talente oftmals nicht fix in der NLB, sondern werden bei Bedarf in der höchsten Liga eingesetzt.

Je nach Verletzungssituation oder auch um Spielpraxis zu sammeln, tritt dann eben die NLB-Mannschaft ihre Partien mit einem weniger starken Kader an. Meist ändert sich die Situation dann in der Rückrunde. Da die NLA-Vereine ihre Ausbildungsmannschaft auf keinen Fall absteigen sehen wollen, spielen die stärkeren Spieler in der zweiten Saisonhälfte vermehrt in der NLB.

Kein optimaler Rückrundenstart 

Genau da lauert die Gefahr für den TV Solothurn. Selber nicht optimal in die Rückrunde gestartet, suchen die Aarestädter aktuell noch ihre Form. Yellow hingegen konnte von den letzten sieben Spielen deren vier gewinnen und spielte einmal Unentschieden. Die beiden Niederlagen gegen Wädenswil und Stäfa waren mit einem Tor jeweils nur hauchdünn.

Viel wird am Sonntag davon abhängen, ob der Solothurner Angriff wieder in die Gänge kommt. Mit Ausnahme von Schlusslicht Altdorf (392 Tore) hat der TVS mit 399 Treffern aktuell die schlechteste Offensivreihe der Liga. Nach den teils desolaten Angriffsvorstellungen in den ersten drei Spielen nach Weihnachten benötigt Solothurn schleunigst wieder Tore. Denn in der Rückrunde mutieren selbst die Wundertüten der Liga zu Topteams.