Schiffsunglück
Schweizer Eishockeytrainer überlebt Unglück in Thailand

Jason O`Leary, Trainer des B-Ligisten SC Langenthal, kam bei einem Schiffsunglück in Thailand mit dem Schrecken davon. Er war auf einer Fähre, die in der vergangene Woche Feuer fing und augenblicklich sank. Ein 12-jähriges Mädchen verlor sein Leben.

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Die Fähre, die zwischen den Touristenorten Krabi und Phuket verkehrte, fing Feuer und sank innert Kürze.

Die Fähre, die zwischen den Touristenorten Krabi und Phuket verkehrte, fing Feuer und sank innert Kürze.

Keystone

Am vergangenen Donnerstag ereignete sich in Thailand ein tragisches Schiffsunglück, bei dem ein zwölfjähriges Mädchen aus Israel sein Leben verlor. An Bord einer Fähre, die zwischen den Touristenorten Krabi und Phuket unterwegs war, waren mehr als hundert Personen. Das Schiff fing Feuer und brannte fast vollständig ab, ehe es sank. Für das Mädchen kam jede Hilfe zu spät, Ermittler gehen davon aus, dass die Zwölfjährige auf der Toilette war, als das Feuer entfachte. Die Ursache des Feuers ist weiter unklar.

Mit an Bord war auch Jason O`Leary mit seiner Familie. Nach dem Playoff-Halbfinal-Aus gegen die SCL Tigers gönnte sich der Trainer des SC Langenthal Ferien in Thailand. Glücklicherweise kamen er und seine Familie wie 117 weitere Überlebende vergleichsweise ohne grossen Schaden davon. «Es war unglaublich, wie schnell sich die Flammen ausgebreitet haben und die Fähre gesunken ist», erklärte der Kandier gegenüber der PhuketWan.

Für rote Köpfe sorgte die Tatsache, dass das Gepäck der Reisenden indes nicht versichert waren. Die Betreiber versicherten zwar das Schiff und schlossen eine Kaskoversicherung für Tod oder Verletzungen ab, versuchten aber bei den Prämien vom Hab und Gut der Passagiere zu sparen. «Wir hatten alles was wir besitzen in unserem Gepäck verstaut», sagt O`Leary. «Nur unsere Pässe hatte meine Frau in einem Beutel um den Hals hängen.»

Wenn ich gewusst hätte, dass unser Gepäck nicht versichert ist hätte ich es über Bord geworfen und gehofft, dass es auf der Wasseroberfläche treibt und vielleicht später geborgen werden könnte», berichtet er aufgebracht. «Wir schätzen unseren Schaden auf rund 10.000 Franken. Schließlich befand sich auch unser Schmuck, Uhren und unsere gesamte Kleidung in dem Gepäck.»

Das Unternehmen wird seit 20 Jahren ohne Zwischenfälle betrieben, «da kann man sich ausrechnen, wie viel Geld die Gesellschaft damit verdient haben muss.»

Auch wenn solche Vorkommnisse ärgerlich scheinen, verkommen sie in Anbetracht der tragischen Ereignisse und dem Schicksal des verstorbenen zwölfjährigen Mädchens zur Makulatur.