Weil der Neuenburger Karam bei einem Freistoss links des Solothurner Strafraums die Freigabe durch Schiedsrichter Waeber nicht abwartete, kam es zur Wiederholung - ohne die regeltechnisch vorgeschriebene Verwarnung des Übereiligen. Diese zweite Chance nützte Gästeinnenverteidiger Oppliger. Der Romand pirschte rechts heran und nützte eine Unaufmerksamkeit Walthers zur Siegsicherung aus.

Dieser machte das Couloir nicht zu. Bei diesem Kopfballtor patzte FCS-Schlussmann Molina. Er unterliess es, durch Herauslaufen den Freistossball abzufangen. «Dies war eine Unaufmerksamkeit, völlig unnötig, dieses Tor kam aus dem Nichts», kommentierte Solothurns Trainer Roland Hasler trocken. «Allerdings habe ich lieber heute verloren, als im nächsten Meisterschaftsspiel beim gleichen Gegner am 6. April», fügte er an. Für Hasler fiel dieser Treffer zu spät, um noch erfolgreich reagieren zu können. «Dieses Ausscheiden ist ärgerlich, denn es wäre für den Verein schön gewesen, in der ersten Hauptrunde im Cup dabei gewesen zu sein», fügte der FCS-Teamchef an.

Bescheidener Auftritt

Vor und nach der entscheidenden Szene war es ein Spiel zwischen bescheiden auftretenden Mannschaften. Weder Deutschschweizer noch Welsche vermochten sich vom Gegenpart abzusetzen. Das klebrig-holprige Terrain machte es den beiden Teams nicht leichter, ihre technischen Möglichkeiten vorteilhaft einzubringen.

Gegenwärtig gelingt es den Ambassadoren nicht, ein Spiel zu gestalten, Durchschlagskraft zu erzeugen. Trainer-Sohn Patrick Hasler war im Mittelfeld zu sehr auf sich gestellt. Die Aussenläufer Fleury und Veronica konnten zu wenig Unterstützungsarbeit leisten. Dazu gesellten sich technische Mängel der Sturmspitze Mbemba. Anderseits versuchte die einheimische Abwehr Risiken tunlichst zu minimieren. Offensiv ausgelegte Aktionen wurden unterlassen. Dass die leicht spritzigeren Neuenburger nicht zu unterschätzen waren, unterstrich die ominöse 81. Minute deutlich!

Torszenen fehlten erneut., zu vieles war ungenau. «Es war ein typisches 0:0-Spiel, das eigentlich in die Verlängerung hätte gehen sollen», sagte Trainer Hasler abschliessend.