Die Equipe des TC Schützenmatt Solothurn durchlebte an diesem Wochenende ein Wechselbad der Gefühle. Am Samstag sicherten sie sich zu Hause wichtige vier Punkte gegen die klar favorisierten Genfer aus Eaux-Vives. Ein gutes Ergebnis – vor allem weil die Solothurner Nervenstärke bewiesen und alle vier Matches im Champions Tie Break gewannen. «Mit den vier Punkten dürfen wir zufrieden sein. Wenn sich Roman Vögeli nicht verletzt hätte, wäre allenfalls gar der Sieg dringelegen», so Captain Yves Derendinger. Dank den vier gewonnen Punkten überholten die Solothurner in der Tabelle Neuenburg, den direkten Konkurrenten im Kampf gegen den Abstieg.

Ein Sieg wäre wichtig gewesen

Und gegen ebendiese Neuenburger spielten die Solothurner gestern Mittag. Ein Sieg im Direktduell wäre ein wichtiger Schritt Richtung Ligaerhalt gewesen. Doch es kam anders. Fielen die Siege am Samstag im Champions Tie Break noch mehrheitlich auf die Seite der Solothurner, war das gestern auswärts in Neuenburg genau andersrum. In den Einzelpartien konnten Henry von der Schulenburg und Cristian Villagran klare Siege feiern. Drei der übrigen vier Einzel gingen jedoch im Champions Tie Break verloren. «Das ist extrem bitter. Uns hat in den entscheidenden Momenten der Mut gefehlt – warum weiss ich nicht», sagte Derendinger.

Nach dem 2:4-Rückstand mussten in den Doppelpartien dringend Punkte her – am besten drei, mindestens jedoch zwei, damit man punktgleich mit den Neuenburgern in die letzte Runde hätte starten können. Doch auch dies gelang den Solothurnern nicht. Aus den Doppelpartien resultierte bloss ein einziger Punkt und die Mannschaft steht damit wieder am Ende der Tabelle. Am Dienstag müssten die Solothurner nun gegen GC drei Punkte mehr gewinnen als Neuenburg gegen Genf – praktisch eine «Mission impossible». «Wir hoffen auf ein kleines Wunder, damit wir den Ligaerhalt doch noch schaffen. Wir werden alles dafür geben, aber es wird extrem schwierig», blickt Derendinger voraus.

Highlight gegen GC

Grund zur Freude hatte an diesem Wochenende Froburg Trimbach. Die Equipe von Coach Bartolomé Szklarecki hat nämlich bereits eine Runde vor Schluss die Qualifikation für die Finalrunde geschafft. «Es ist genial, dass uns das gelungen ist», freut sich Szklarecki. Dabei war der etwas überraschende 5:4-Sieg am Samstag vor eigenem Publikum gegen GC das bisherige Highlight der Saison.

Wie bereits in den ersten beiden Runden überzeugten Sandro Ehrat und Yann Marti in den Einzelpartien und auch der Grenchner Vullnet Tashi steuerte einen wichtigen Punkt bei, den man so nicht unbedingt erwarten konnte. «Wir wussten, dass wir gegen GC eine Chance haben. Für uns ist es jedoch eine positive Überraschung, dass wir die Partie dann auch tatsächlich gewinnen konnten, da einige enge Matches dabei waren», so Szklarecki.

Die Freude überwiegt

Auch im gestrigen Duell gegen Genève Eaux-Vives sah es lange sehr gut aus für die Trimbacher, die nach den Einzelpartien mit 4:2 in Führung lagen. Dies dank Siegen von Sergio Gutierrez-Ferrol, Sandro Ehrat, Yann Marti und Vullnet Tashi. Doch diesen scheinbar komfortablen Vorsprung verspielten die Trimbacher in den abschliessenden Doppelpartien, die sie allesamt verloren und damit auch die Begegnung mit 4:5 abgeben musste. «Natürlich hätten wir auch gegen Genf gerne gewonnen.

Bei uns überwiegt jedoch die Freude, dass wir uns vorzeitig für die Finalrunde qualifizieren konnten und einen tollen Spirit im Team haben», so Szklarecki. Trimbach trifft am Dienstag (12 Uhr, Trimbach) zum Abschluss der Vorrunde im Spitzenspiel auf den Tabellenführer Seeblick Zürich. Dabei geht es für die Trimbacher darum, sich eine möglichst gute Ausgangslage für die Finalrunde zu verschaffen.