«Ich bin sehr überrascht über die Nomination», sagte Sarah Hornung, Titelgewinnerin an den letztjährigen Youth Olympic Games in Nanjing (CHN). Die aus Büren an der Aare stammende Hornung sicherte sich den Jugend-Olympiatitel in der Disziplin 10 m Gewehr. Damit übertrifft die Seeländerin den Palmarès der anderen Nominierten um ein Vielfaches. Dass es am Ende doch nicht für den ganz grossen Titel gereicht hat, erklärt sich Hornung damit, dass das Schiessen noch immer eine Randsportart sei.

Richtige Balance

Mit dem dritten Platz hinter der Skifahrerin Corinne Suter und Mountainbikerin Nicole Koller ist sie dennoch zufrieden: «Ich habe nicht daran geglaubt, überhaupt unter die Top 5 zu kommen.» Die Saison 2014, in der Hornung sowohl den Junioren-Weltmeistertitel als auch die Bronzemedaille an der Junioren-EM gewann, scheint nur schwer zu toppen. «Eine Steigerung ist immer möglich. Man muss mental bereit und körperlich fit sein, um die richtige Balance zu finden», sagt Hornung.

Dass sie dazu in der Lage ist, hat die 19-Jährige bereits mehrfach bewiesen. Trotzdem würden ihr bei den Entscheidungen «schon mal die Hände zittern und die Scheibe scheint weiter weg als 10 Meter». In diesem Jahr wurde sie nach dem souveränen Qualifikationssieg an den Europameisterschaften wegen einer nicht regelkonformen Weste disqualifiziert. Dieser Ausschluss ist ärgerlich, belastet Hornung aber nicht weiter: «Nun habe ich alle Knöpfe so versetzen lassen, dass mir so etwas sicherlich nicht mehr passieren wird.»

Grosser Schritt in die Elite

Ebenfalls nicht ganz nach Wunsch lief die diesjährige WM für Yannick Schwaller. «Leider hat es nicht ganz zur Titelverteidigung gereicht», sagt der Silbermedaillengewinner und Skip des CC Bern.

Der Haltner Schwaller wurde mit seiner Mannschaft nach dem letztjährigen Junioren-Weltmeistertitel von der Sporthilfe zum Nachwuchs-Team des Jahres gewählt. «Wir haben immer gewusst, dass wenn wir auf unserem gewohnten Niveau spielen, ganz bis nach vorne kommen können», sagt Schwaller. So sei das letzte Jahr die «schönste Zeit meines Lebens» gewesen. Zwar gelang die Titelverteidigung knapp nicht, auf den zweiten Weltmeistertitel bietet sich aber bereits im nächsten Jahr eine weitere Chance. Schwaller und sein Team dürfen in der kommenden Saison nochmals in der Junioren-Kategorie starten.

Spätestens in zwei Jahren soll dann aber der Sprung in die Elite endgültig geschafft sein. «Wir machen diesen Schritt genau im selben Team. Unser Spirit ist genial und wir ergänzen uns super. So möchten wir den Anschluss an die Top-Teams herstellen», sagt Schwaller.