Fussball
Schönstes 0:0 der Klubgeschichte für den FC Trimbach

Der FC Trimbach steigt dank eines letztlich erzitterten Unentschiedens gegen Biberist in die 2. Liga auf.

Achim Günter
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So schön kann Fussball sein – der FC Trimbach feiert den Aufstieg. hra

So schön kann Fussball sein – der FC Trimbach feiert den Aufstieg. hra

Solothurner Zeitung

Um exakt 21.18 Uhr stiegen die ersten Raketen über dem Sportplatz Leinfeld hoch. Schiedsrichter Adrian Fischer hatte die hektische Schlussphase eben beendet, da begannen auch schon die Feierlichkeiten: Erfolgstrainer Rolf Gerber musste für die in solchen Fällen obligate Champagner-Dusche herhalten, spezielle T-Shirts wurden verteilt («2. Liga ... wir sind dann mal oben»), die Spieler rannten bald mit Bierbechern über den Platz. Und eben: Ein weitherum sicht- und hörbares Feuerwerk verkündete: Der FC Trimbach ist wieder ein Zweitligist.

Die Trimbacher hatten sich in der «Finalissima» der 3. Liga vom FC Biberist 0:0 getrennt und waren damit dank des besseren Torverhältnisses, herrührend aus den beiden Begegnungen gegen Wacker Grenchen und Oensingen, in die 2. Liga aufgestiegen – nach sieben Jahren Zugehörigkeit zur 3. Liga. Der Aufstiegstrainer heisst wie bei der letzten Promotion 2003 Rolf Gerber. Der Baselbieter rang nach der aufreibenden Schlussphase um Worte: «Ich bin sehr froh für die Mannschaft, die ein Jahr lang toll gearbeitet hat. Ich mag es den Jungs einfach gönnen.»

Über das Spiel mochte Gerber nicht allzu viele Worte verlieren – viel gibts dazu auch nicht zu sagen. Wars die Nervosität? Wars der (zu grosse) gegenseitige Respekt? Jedenfalls: Was Trimbach und Biberist dem zahlreich erschienenen Publikum – 680 Zuschauer wurden als offizielle Zahl genannt – vorsetzten, war schwere Kost. Und eigentlich alles andere als ein Bewerbungsschreiben für die 2. Liga.

«Grandios, super, sensationell»

«Es ist grandios, super, sensationell», stammelte Trimbach-Präsident Stephan Christ und verriet: «In den letzten 20 Minuten dachte ich, wir würden noch ein Tor kassieren.» Captain Kropf sagte strahlend: «Über die drei Spiele gesehen haben wir den Aufstieg verdient.» Angesprochen auf die bescheidene Leistung und das riskante Spiel, das 0:0 über die Zeit zu retten und so die eigenen Fans auf die Folter zu spannen, meinte er lachend: «Wir müssen den Zuschauern doch etwas bieten.»

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