Volleyball NLA
Schönenwerd verschenkt einen Punkt in Jona

Obwohl die Niederämter in der Auswärtspartie vom Samstag zwischenzeitlich zwei Mal in Führung lagen, mussten sie ein hartnäckiges Volley Jona stets wieder gleichziehen lassen und konnten erst im fünften Durchgang die Entscheidung erzwingen.

Noel Giger
Merken
Drucken
Teilen
Schönenwerd verbuchte statt der erhofften drei Punkte nur deren zwei auf das eigene Konto, verweilt aber trotzdem weiterhin auf dem guten zweiten Tabellenplatz.

Schönenwerd verbuchte statt der erhofften drei Punkte nur deren zwei auf das eigene Konto, verweilt aber trotzdem weiterhin auf dem guten zweiten Tabellenplatz.

Hans Peter Schläfli

Nach Abpfiff des ersten Satzes deutete noch alles auf eine klare Angelegenheit zugunsten der Gäste hin, welche wie schon im Hinspiel den Auftaktsatz deutlich für sich entscheiden konnten. Schönenwerd spielte mit Biss, nutze Jona's hohe Fehlerquote konsequent aus und war in sämtlichen Aspekten besser als die auf dem siebten Tabellenrang platzierten Joner.

Ein ganz anderes Bild zeigte sich hingegen im zweiten Satz, die Männer vom Obersee agierten plötzlich hellwach, kämpften in der Defensive verbissen um jeden Ball und fanden auch im Angriff plötzlich die Lücken in der Schönenwerder Verteidigung. Die Gäste ihrerseits offenbarten Ladehemmungen beim Aufschlag und schienen sich in der Rolle des Zurückliegenden nicht so recht wohl zu fühlen.

Auch wenn die Niederämter mit guten Aktionen wieder heranzogen, war es doch zu wenig um den hartnäckigen Jonern noch den Schneid abzukaufen, welche den Sack mit einem gut platzierten Angriff zu machten.

Reaktion von Schönenwerd

Es dauerte bis zur Mitte des folgenden Durchgangs, ehe die Solothurner zu einer spürbaren Reaktion auf diesen überraschenden Ausgleich fähig waren. Bis dahin hatte man zwar dank guter Verteidigungsarbeit eine erste Führung erspielt, die hartnäckigen Joner aber fanden immer wieder einen Weg zurück ins Spiel.

Danach aber gehörte das Spielgeschehen nur noch den Schönenwerdern, welche mit Hofstede am Aufschlag viel Druck auf den gegnerischen Annahmeriegel ausüben konnten. Auch der revitalisierte Rocamora stellte in dieser Phase seine Topscorerqualitäten unter Beweis und verbuchte Punkt um Punkt.

Wer aber hoffte dass das Momentum nun definitiv auf Seiten der Gäste lag wurde enttäuscht. Im Folgesatz erinnerte das Geschehen stark an den zweiten Durchgang. Jona stemmte sich mit aller Kraft gegen die drohende Niederlage und fand immer wieder ein Mittel um den gut gestellten Schönenwerder Block zu umgehen. Als sich dann noch das berühmte Glück des Tüchtigen auf Seiten der Joner bemerkbar machte, zeigten die Niederämter Nerven und konnten den neuerbaren Ausgleich nicht mehr verhindern.

Klare Sache im Entscheidungssatz

Damit war die Luft beim Tabellensiebten aber endgültig draussen, während Schönenwerd zum Schlussspurt ansetzte. Zuerst mit guter Verteidigungsarbeit gefolgt von zwei direkten Blockpunkten und einem Angriffsfehler von Jona marschierte man dem Satzgewinn entgegen und vollendete diesen und damit auch das Spiel schlussendlich in überzeugender Manier.
Durch die verlorenen zwei Sätze musste man zwar einen Punkt im Grünfeld lassen, es bleibt den Solothurner aber keine Zeit für Wehmut da schon am kommenden Samstag die nächste Gelegenheit auf weitere Punkte wartet, wenn man zu Hause den VBC Einsiedeln empfängt.