Volleyball
Schönenwerd schafft die Wende

Die Volleyballer des TV Schönenwerd gewinnen das Finalrunden-Auswärtsspiel in Näfels mit 3:1. Wegweisend war dabei der zweite Satz. Trotz vier Satzbällen gab Näfels den zweiten Durchgang noch an den TVS ab.

Raphael Wermelinger
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Brander (ganz rechts) läutete mit seiner Serviceserie die Wende im zweiten Durchgang ein.

Brander (ganz rechts) läutete mit seiner Serviceserie die Wende im zweiten Durchgang ein.

Bruno Kissling/Archiv

Schönenwerd vermochte am Ende des zweiten Satzes den Kopf gerade noch aus der Schlinge zu ziehen. Nachdem die Gäste aus dem Niederamt bereits den ersten Satz Näfels überlassen mussten, lagen sie am Ende des zweiten Durchgangs mit 20:24 zurück. Mit vier Satzbällen in der Tasche schnupperten die Glarner bereits an der 2:0-Satzführung und der Vorentscheidung.

Nervenstärke bewiesen

In dieser wichtigen Phase bewies das Auswärtsteam enorme Nervenstärke. Schönenwerd holte sich das Sideout, und Brander kam für die Gäste an den Service. Mit zwei starken Aufschlägen, die von den Lokalherren nicht retourniert werden konnten, brachte Brander sein Team auf 23:24 heran. Mit einem unüberwindbaren Block wehrte «Schöni» auch noch den vierten Satzball ab und war nun endgültig zurück im Spiel.

Unglaubliche Wende

Nachdem beiden Mannschaften jeweils ein Sideout gelungen war, bewies TVS-Passeur Giger, der erst wenige Ballwechsel zuvor für Milanez ins Spiel gekommen war, seine Klasse. Mit einer raffinierten Finte bescherte er seinen Farben den ersten Satzball, den er auch gleich persönlich mittels Block verwertete. Es war eine unglaubliche Wende, mit der die Schönenwerder den Satzausgleich bewerkstelligten.

Bedrac verlor die Nerven

Der unnötige Verlust des zweiten Satzes schien an den Glarnern zu nagen. Näfels, vor allem Passeur Bedrac, verlor im dritten Durchgang die Nerven. Nach einem Ass von Hänggi und einem Fehler von einem seiner Mitspieler, beschwerte sich Bedrac lautstark beim Schiedsrichter. Seine Aufforderung an den Unparteiischen, er solle endlich aufwachen, quittierte dieser mit einer Gelben Karte – noch ein Punk aufs Konto des TVS, der nun bereits mit 11:7 in Front lag und in der Folge weiter davonzog.

Beim zweiten technischen Timeout lautete der Spielstand 16:11 aus Sicht der Gäste. Die letzten Zweifel über den Ausgang von Satz drei räumte Toribio mit einer starken Service-Serie aus dem Weg. Nach 25 Minuten durften die Schönenwerder das 25:18 und die Führung nach Sätzen bejubeln.

Als Einheit geglänzt

Näfels wirkte verunsichert und leistete sich im vierten Satz vermehrt Eigenfehler. Die Schönenwerder dagegen pushten sich immer mehr gegenseitig auf und glänzten als Einheit – jeder einzelne Spieler trug seinen Teil zum Erfolg bei. Die entscheidenden Zähler holte sich der TVS mit den fünf gewonnenen Ballwechseln vom 9:8 zum 13:8.

Das Sideout-Spiel der Schönenwerder überzeugte, auch wenn das Team von Trainer Dervisaj den Gegner noch einmal auf 22:20 herankommen liess. Diese kurze Passivität sollte sich aber nicht rächen. Ein herrlicher Zweierblock von Hänggi und Brander führte zum 24:20. Näfels wehrte zwar den ersten Matchball noch ab, doch Ehrats folgender Service war zu lang. Die Schönenwerder feierten mit ihrem lautstarken Anhang den Auswärtssieg.

Noch ein Punkt hinter Amriswil

Nach dem vierten Erfolg im fünften Spiel liegt der TVS zur Halbzeit der Playoff-Zwischenrunde immer noch auf dem dritten Rang in der Tabelle. Der Rückstand auf das zweitplatzierte Amriswil beträgt noch einen Punkt. Dies, weil die Thurgauer gestern überraschend Spitzenreiter Lugano im Tiebreak niederrangen. Für die Tessiner war es die erste Niederlage nach 13 erfolgreichen Auftritten in Serie. In der nächsten Runde in zwei Wochen kommt es zum Schlagerspiel zwischen Schönenwerd und Amriswil.

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