Volleyball NLA
Schönenwerd gewinnt in der NLA innert 24 Stunden gegen Uni Bern und Luzern

Im ersten Spiel der NLA-Doppelrunde konnte Volley Schönenwerd am Samstag seine Negativserie beenden. Nach vier Niederlagen in Folge schlugen die Niederämter den Aufsteiger Uni Bern zu Hause mit 3:0.

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Schönenwerds estnischer Aussenangreifer Kristo Kollo überwindet den Block des Aufsteigers Uni Bern.

Schönenwerds estnischer Aussenangreifer Kristo Kollo überwindet den Block des Aufsteigers Uni Bern.

Remo Fröhlicher

Wie schon beim Punktverlust beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison taten sich die Schönenwerder schwer. Zumindest zu Beginn. Im ersten Durchgang mussten die Gastgeber einen Satzball abwehren, setzten sich am Ende aber doch noch mit 27:25 durch. Danach liess die Gegenwehr der Hauptstädter aber rasch nach. Schönenwerd ging in den beiden folgenden Sätzen jeweils rasch klar in Führung und brachte diese problemlos über die Distanz - mit 25:19 sowie 25:15.

Kein Spieltag für die Favoriten

Ansonsten war es kein Spieltag für die Favoriten. Für Titelverteidiger Amriswil endete die elfte Runde mit der zweiten Saisonniederlage. Luzern hat den Sieg im Thurgau indes nicht gestohlen. Die Zentralschweizer nutzten ihre Chancen kaltblütig und konsequent, wobei allerdings doch überraschte, wie der haushohe Favorit nach dem 1:1-Satzausgleich neuerlich aus dem Tritt geriet.

Amriswils Niederlage fiel zudem letztlich auch deutlich aus: Gleich mit 25:19 und 25:20 gewannen die Gäste die Sätze drei und vier, wobei sie einzig zu Beginn des dritten Durchgangs noch einmal kurz im Rückstand lagen. Nach genau 100 Spielminuten war die bisher grösste Überraschung der laufenden Saison Tatsache. Luzern blieb damit gegen Amriswil im siebten Anlauf in der NLA erstmals Sieger.

Lausanne vorübergehend Leader

Lausanne löste deshalb die Thurgauer vorübergehend zwar wieder als Leader ab, tat sich im Léman-Derby bei Chênois aber ebenfalls weit schwerer als erwartet. Als die Waadtländer nach dem klaren 25:17 im ersten Durchgang auf Spargang umschalteten, geriet das Geschehen für sie ausser Kontrolle.

Die Genfer gewannen die folgenden zwei Sätze klar und lagen auch im vierten vorerst in Führung. Dem Favoriten gelang die Wende schliesslich aber doch noch. Mit einem 25:17 erzwang Lausanne das Tiebreak. Im Entscheidungssatz liessen die Waadtländer den Genfern dann keine Chance mehr (15:8).

Jona hat zwar seit dem Wiederaufstieg gegen Näfels alle acht Partien verloren, dreimal aber erst im Tiebreak. Vor diesem Hintergrund stellt der neuerliche Punktgewinn der St. Galler eigentlich gar keine allzu grosse Überraschung dar. Allerdings schienen die Gäste nach einem 25:19 im ersten und einem 25:18 im zweiten Durchgang auf dem Weg zu einem problemlosen Erfolg zu sein.

Aber den Glarnern lief es zu Beginn wohl zu gut, zumal Jona ein Team ist, das nie aufgibt. Als Näfels einige Wechsel vornahm, kippte die Partie nach einer 16:11-Führung im dritten Satz plötzlich. Das Heimteam rettete sich mit zwei 25:23-Erfolgen ins Tiebreak. Dieses ging dann aber mit 15:11 wieder klar zugunsten von Näfels aus.

«Schöni» gewinnt zu Null

Gestern konnte Meister Amriswil die überraschende Niederlage vom Vortag wieder etwas gutmachen. Mit einem 3:0-Sieg im Spitzenkampf gegen Lausanne. Die Thurgauer überzeugten auswärts mit einer abgeklärten und souveränen Leistung. Sie zeigten Lausanne bereits im ersten Satz, wer Chef in der Halle ist, und gewannen diesen nach einer 17:10-Führung mit 25:21.

Noch klarer fiel das Verdikt im zweiten Durchgang aus, in dem das Heimteam erneut bloss zu Beginn kurz in Führung lag, am Ende mit 19:25 unterlag. Spannender wurde es vor gut 700 Zuschauern erst nach der Pause.

Amriswil lag zuerst wiederum vorne (18:15 und 21:19), aber nach ihrer erstmaligen Führung (22:21) erarbeiteten sich die Waadtländer drei Satzbälle, die sie aber durchweg nicht verwerten konnten. Besser machten es die Amriswiler, die nach 87 Spielminuten ihren zweiten Matchball zum abschliessenden 29:27 nutzten.

Neuer Tabellenführer ist Näfels

Neuer Tabellenführer ist Näfels dank dem 3:0-Sieg gegen Uni Bern. Die Berner hielten das Skore allerdings in allen drei Sätzen bis praktisch zuletzt ausgeglichen. Der Aufsteiger führte im ersten Satz mit 23:22 und lag auch im zweiten bis zum 23:23 gleichauf.

Das Heimteam resignierte auch nach dem 0:2-Satzrückstand nicht, war nach seiner 17:16-Führung dem Endspurt der Glarner aber erneut nicht gewachsen. Näfels kam so gegen die bis zuletzt aufopfernd kämpfenden Berner nach 77 Spielminuten zum sechsten Sieg in Folge.

Schönenwerd mit sechs Punkten auf Platz vier

Schönenwerd feierte in Luzern den zweiten Sieg innert 24 Stunden. Trotz zwischenzeitlicher Führung gab «Schöni» den ersten Satz mit 25:27 ab. Das Heimteam schien den Exploit vom Vortag in Amriswil aber noch nicht ganz verkraftet zu haben und liess nach dem gegnerischen Satzausgleich (23:25) immer mehr nach.

Entsprechend wurden die Niederämter immer dominanter, was sich im vierten Satz gleich mit einem 25:11 niederschlug und für die Luzerner nach zuvor vier Siegen in Folge mit einer deutlichen Niederlage endete. Schönenwerd überholte die Luzern sowie Chênois dank den beiden Siegen und liegt neu auf Platz vier. (PD/RAW)

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