NLA-Volleyball
Schönenwerd erkämpft sich einen Punkt in der Welschschweiz

In der dritten Partie der Playoffs war Schönenwerd zu Gast beim Lausanne Université Club. Nach einem fulminanten Start flachte das Spiel der Niederämter merklich ab und man konnte sich nur in Extremis in die Verlängerung retten. Dort mussten sich die Gäste schlussendlich mit einem Punkt begnügen.

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Volley Schönenwerd verlor in Lausanne mit 2:3.

Volley Schönenwerd verlor in Lausanne mit 2:3.

Zur Verfügung gestellt

Zu Beginn jedoch war es der Tabellenvierte aus der Deutschschweiz, der in der auswärtigen Dorigny-Halle den Ton angab. Gerber und Richards waren mit wuchtigen Angriffen für erste Punkte besorgt, während man von Eigenfehlern des gegnerischen Topscorers profitierte. LUC schien den Tritt in die Partie nicht so Recht finden zu können und wurde von den überzeugenden Schönenwerdern regelrecht überfahren. Zwar fingen sich die Welschschweizer wieder, mehr als nur Resultatkosmetik lag aber nicht drin und so ging der Auftaktsatz verdient an Schönenwerd.

Verkehrte Welt nach dem Seitenwechsel

Die Formkurve des Gastgebers zeigte nach dem Seitenwechsel stetig nach oben. Angeführt vom tschechischen Topscorer Krba, der erfolgreich Punkt an Punkt reihte, war es nun Lausanne, das seinen Gegner nach Belieben dominierte. Schönenwerd konnte zu wenig Druck am Aufschlag erzeugen, sodass Lausanne im Angriff leichtes Spiel hatte. Auch schien Trainer Carrel seiner Mannschaft in der Pause die richtigen Inputs gegeben zu haben. Sie formierten ihre Verteidigung neu und leisteten fortan äusserst effiziente Defensivarbeit.

Nachdem Volley Schönenwerd im zweiten Satz in allen Belangen unterlegen war, fing man sich in der Folge wieder und konnte im Anschluss wenigstens bis zur Satzmitte mit dem Gegner mithalten, ehe sich wieder Unsicherheiten ins Spiel schlichen und LUC die Führung übernahm. Während die Welschschweizer ihr Spiel abgeklärt durchzogen, wurden Schönenwerd in den entscheidenden Szenen kleine Konzentrationsschwächen zum Verhängnis, welche des Öfteren wichtige Punkte kosteten.

Aufbäumen Schönenwerds

Völlig entgegen des Spielverlaufs waren es die Niederämter, welche im vierten Durchgang den Ton angaben und mit Hänggi am Aufschlag einen ersten Vorsprung herausspielten. Erneut war es eine kurze Baisse des Welschen Topscorers, die den Gästen in die Karten spielte. LUC reagierte mit personellen Umstellungen, die sich sogleich bezahlt machten.

Zuspieler Carrel am Service brachte den Schönenwerder Annahmeriegel ins Schwitzen und seine Equipe auf mehrere Zähler wieder heran. So gut die Gäste auch in der ersten Satzhälfte gespielt hatten, spätestens ab Satzmitte verfiel man wieder in alte Muster und ermöglichte dem Gegner so die Aufholjagd. Schlussendlich war es ein Block von Hänggi und ein Angriffsfehler Krbas, der den Satzausgleich und damit die Verlängerung bedeutete.

In diesem gab es für Volley Schönenwerd nicht mehr viel zu holen. Lausanne war von Beginn an hellwach und agierte äusserst fokussiert, während Schönenwerd mit dem Schiedsrichter haderte und schlussendlich als Verlierer vom Platz musste.

Nach drei gespielten Playoff-Partien hat Schönenwerd vier Zähler auf dem Konto und reist am kommenden Samstag ins Tessin, um gegen den letztjährigen Meister Lugano anzutreten.

Matchtelegramm:

Lausanne UC - Volley Schönenwerd 3:2

Dorigny, Lausanne. – 250 Zuschauer. – SR: Grellier/Droguett

Satzresultate: 21:25 (24'); 25:12 (23'); 25:20 (26'); 25:27 (31'); 15:10 (16'). - Total: 120 Minuten.

Lausanne UC: Hominal, Carrel J., Dustinac, Klein, Carrel L., Zeller, Rivas, Altanov, Djokic, Krba, Daniel; Coach: Carrel.

Volley Schönenwerd: Giger N., Müller, Fischer, Heimgartner, Gerber, Giger R, Hänggi, Frame, Dervisaj, Schnider, Fischer; Coach: Buser.

Bemerkungen: Schönenwerd ohne Hofstede und Kessel (beide rekonvaleszent)