Volley Schönenwerd
Schönenwerd bleibt gegen die Spitzenklubs chancenlos

In der Doppelrunde der NLA unterliegt Volley Schönenwerd Näfels (0:3) und Titelverteidiger Amriswil (1:3) und fällt auf den fünften Tabellenrang zurück.

Raphael Wermelinger
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Markus Müller

Vor einer Woche fand die Siegesserie der Schönenwerder mit der 0:3-Heimniederlage gegen Chênois ein jähes Ende. Ein empfindlicher Rückschlag vor den beiden Auswärtsspielen gegen Näfels und Amriswil. Die beiden Titelfavoriten waren denn auch eine Nummer zu gross für die Niederämter.

Mit dem neunfachen Schweizer Meister Näfels konnten die Schönenwerder am Samstag nur während eines Satzes mithalten. Im zweiten Durchgang vergab das Team von Trainer Rainer Vassiljev zwei Satzbälle. Dank vier Punkten in Serie holte sich Näfels den zweiten Satz doch noch mit 26:24 und brach damit die Moral der Schönenwerder. Im dritten Satz mussten sich diese gleich mit 11:25 wegputzen lassen. Den ersten Satz hatte «Schöni» mit 21:25 abgegeben.

Keine 24 Stunden später wartete auf Volley Schönenwerd das Gastspiel beim letztjährigen Double-Gewinner Amriswil. Die beiden Teams unterhielten das Publikum mit guten, langen Spielzügen - und das über eine Netto-Spielzeit von 115 Minuten.

36 Minuten dauerte alleine der Auftakt, den die Thurgauer 29:27 für sich entschieden. Schönenwerd glückte der Satzausgleich (25:22 im zweiten Durchgang), verlor dabei aber Daniel Rocamora. Der spanische Diagonalangreifer schied verletzt aus, was für die Niederämter schwer wog. «Schöni» blieb in der Folge chancenlos und gab die Sätze drei und vier mit 19:25 und 12:25 ab.

Während der spielerisch wieder verbesserte Titelverteidiger Amriswil somit in den letzten vier Wochen alle sechs Spiele gewann, ging Schönenwerd zum dritten Mal in Serie als Verlierer vom Platz. In der Tabelle wurden die Niederämter von Chênois auf den fünften Platz verdrängt. Nach Verlustpunkten liegt Volley Schönenwerd momentan gar nur noch auf dem sechsten Platz - hinter Luzern. Die Aufgaben werden indes nicht leichter. Am kommenden Wochenende trifft Schönenwerd auswärts auf Lausanne.

Die Waadtländer mussten gestern in ihrem achten Saisonspiel die erste Niederlage einstecken - gegen Näfels. Der Lausanne Université Club, welcher am Vorabend mit Einsiedeln den einfacheren Gegner hatte als Näfels mit Schönenwerd, distanzierte im ersten Satz die Gastgeber von Beginn weg und entschied diesen mit 25:21 für sich.

Näfels drehte den Match, gewann die folgenden Sätze mit 25:21 und 29:27 und war nun auf dem besten Weg zum Sieg. Trotz 21:18-Führung im vierten Durchgang liessen sich die Glarner aber noch einholen und mussten den Ausgleich hinnehmen. Im Tiebreak distanzierte Näfels den Gegner aber deutlich (15:8). Beim LUC fiel am Ende ausgerechnet Topskorer Adrien Prével in ein Loch, dem Franzosen wollte gar nichts mehr gelingen.

Nachdem das erste Drittel der Qualifikation absolviert ist, präsentiert sich die NLA dreigeteilt. Vorne liegen Amriswil und Lausanne punktgleich an der Spitze, dicht gefolgt von Näfels. Das zweite Drittel besteht aus den Klubs Chênois, Schönenwerd und Luzern auf den Plätzen vier bis sechs. Bereits abgeschlagen am Tabellenende sind Jona, Einsiedeln und das Schlusslicht Uni Bern. Die drei Teams werden unter sich ausmachen, wer als einziges Team die Playoffs verpassen wird.

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