Am Sonntag liessen die Niederämter den Genfern zu Hause in der Betoncoupe Arena keine Chance. Die Schönenwerder waren in allen drei Sätzen klar überlegen. Am meisten Punkte steuerten die beiden Aussenangreifer Luca Ulrich und Marcin Ernastowicz bei.

Und auch die Mitte-Spieler Samuel Ehrat und Christopher Frame brachten die Pässe des US-amerikanischen Passeurs Scott Fifer regelmässig im gegnerischen Spielfeld unter. Diagonal Daniel Rocamora setzte insgesamt etwas weniger, aber doch auch wichtige Akzente.

Den Sack zumachen 

Im ersten Satz zogen die Schönenwerder zwischen den beiden Timeouts von 8:6 auf 16:11 weg. In der Schlussphase baute Captain Ehrat die Führung unter anderem mit einem Service-Winner weiter aus (23:16). Kurz darauf beendete Zuspieler Fifer den ersten Satz mit einem spektakulären Block gegen Chênois-Topskorer Quentin Zeller (25:17).

Im zweiten Satz lagen die Genfer ganz kurz mit zwei Punkten vorne (8:10). In dieser Phase war es der 21-jährige Pole Ernastowicz, der die Schönenwerder zurück auf die Siegerstrasse brachte. Dann funktionierte auch deren Block-Spiel wieder. Nach Ehrats Punkt zum 24:19 konnten die Gäste noch drei Satzbälle abwehren, ehe Topskorer Ulrich den Sack zumachte.

Polster von sechs Punkten

Durchgang drei verkam über weite Strecken zur Demontage für die Genfer. Mit 8:2 führte Volley Schönenwerd bei der ersten Auszeit, mit 16:11 bei der zweiten. Mit einem Ass von Irian Mika, der für Ernastowicz gekommen war, bogen die Gastgeber auf die Zielgerade ein (19:13). Einer von insgesamt zehn Fehlern der Genfer im dritten Satz bescherte den Schönenwerdern den ersten Matchball. Sie brauchten noch drei weitere, dann beendete Ulrich den Match mit dem Punkt zum 25:19.

Zwei Drittel der Qualifikation sind in der NLA absolviert. Noch sieben Spiele warten. Volley Schönenwerd liegt mit 11 Siegen aus 14 Spielen zwar deutlich hinter dem unangefochtenen – und immer noch verlustpunktlosen – Leader Amriswil. Das Polster auf den drittplatzierten Lausanne Université Club beträgt aber schon sechs Punkte. Platz zwei würde einen eher gemächlichen Playoff-Auftakt gegen Aufsteiger Uni Bern oder Schlusslicht Jona bringen.

Luzern überzeugt mit Effizienz 

Lausanne unterlag am Sonntag überraschend Luzern. Die Innerschweizer überzeugten in einer lange ausgeglichenen Partie mit ihrer Effizienz. Sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang verwerteten sie ihren ersten Satzball (25:23).

Mit der 2:0-Führung im Rücken spielten die Luzerner im dritten Satz befreit auf, erarbeiteten sich schnell ein Polster von sieben Punkten, das am Ende nach 77 Minuten und einem letzten geblockten Angriffsversuch der Lausanner gar auf neun angewachsen war (25:16).

Grossen Anteil am ersten Sieg der Mannschaft von Trainer Liam Sketcher gegen den Meister in dieser Saison hatten der Serbe Strahinja Brzakovic (18 Punkte) und der Este Kevin Saar (15). In den beiden bisherigen Duellen hatten sich die Waadtländer sowohl in der Meisterschaft als auch im Cup-Achtelfinal vor zwei Wochen ohne Satzverlust durchgesetzt.

Näfels kommt auf Touren

Bereits am Samstag setzte sich Näfels gegen Jona mit 3:0 durch. Die Mannschaft von Trainer Dalibor Polak hatte das Geschehen in der heimischen Linth Arena stets unter Kontrolle. Im ersten Satz legte Näfels in der Endphase die Differenz, in den Durchgängen zwei und drei erarbeiteten sich die Glarner bereits zur Satzmitte beziehungsweise -beginn ein entscheidendes Polster.

Damit haben die Glarner das vor dieser Runde noch punktgleiche Uni Bern um drei Punkte distanziert. Denn die Berner blieben im zweiten Samstagsspiel gegen den Leader Amriswil erwartungsgemäss ohne Chance. Nach 66 Minuten war Amriswils 14. Sieg im 14. Meisterschaftsspiel Tatsache.