Die Gäste starteten dann auch entsprechend konzentriert in die Partie und machten gleich von Beginn weg Druck auf die Gegnerinnen. Diese liefen im ersten Satz ohne ihre Spielertrainerin Kearney auf, trotzdem standen noch deren drei Auslandsöldnerinnen auf dem Feld. Unbeeindruckt dessen präsentierten sich die Schönenwerderinnen in prächtiger Spiellaune. Sie nahmen das nötige Risiko, hielten dabei aber die Eigenfehlerquote tief. So stand es bei Satzmitte 17:12 aus Sicht der Gäste. Diese hatten dann die Gegnerinnen auch im weiteren Satzverlauf im Griff und so holte sich der TVS diesen ersten Durchgang nach 22 Minuten mit 25:20.

Im zweiten Satz griff dann Spielertrainerin Kearney für die Genferinnen ins Spielgeschehen ein. Dies zeigte vorerst nur bedingt Wirkung. Die Solothurnerinnen agierten weiterhin mit viel Druck und Selbstvertrauen. Sie konnten gleich zu Beginn wieder einige Punkte vorlegen und bei Satzmitte lagen sie 16:12 in Führung. Mit zwei guten Serviceserien holten sich die Gäste dann neun Satzbälle, wovon sie den Fünften schliesslich zur 2:0-Satzführung verwerten konnten.

Im dritten Satz konnten die TVS-Akteurinnen nicht mehr an die Leistung der ersten beiden anknüpfen. Ihr Spiel war plötzlich unkonzentriert und es schlichen sich viele leichte Fehler ein. Die Westschweizerinnen nutzten dies gekonnt aus und so ging dieser Durchgang diskussionslos an das Heimteam.

Kearney brachte die Wende

Im vierten Satz hatte sich das Team um Spielertrainerin Camargo wieder erholt und legte einen furiosen Start hin, bei 1:6 aus Genfer Sicht wurde deren Spielertrainerin zum ersten Timeout gezwungen. Schönenwerd blieb im weiteren Satzverlauf in Führung, die Gegnerinnen verkürzten den Rückstand jedoch Punkt um Punkt. Und so stand es bei Satzmitte nur noch 17:16 für den TVS. Nun zeigte Kearney auf Genfer Seite ihre Klasse, immer wieder punktete sie aus allen Lagen. Zudem war der Block der Favoritinnen für die Niederämterinnen in dieser Phase zu einer unüberwindbaren Hürde geworden und so zog das Heimteam punktemässig am TVS vorbei. Bei diesem kamen dann noch einige Eigenfehler dazu und so konnte Genf nach Sätzen ausgleichen.

Der Entscheidungssatz verlief lange ausgeglichen, der Seitenwechsel erfolgte bei 7:8 aus Sicht der Schönenwerderinnen. Genf konservierte diesen Einpunktevorsprung bis zum 13:12, dann holten sich die TVS-Akteurinnen die nächsten zwei Punkte und kamen bei 14:13 zu einem Matchball. Dieser konnte aber trotz schlechter Annahme der Genferinnen nicht verwertet werden. Bei 14:14 griff dann der Schiedsrichter mit einer fragwürdigen Entscheidung zum Nachteil der Gäste ins Spiel ein. So bekamen die Genferinnen ihrerseits die Chance zum Matchgewinn und diese nutzen sie auch gleich aus. Dies bedeutete für Schönenwerd in der laufenden Saison bereits die vierte Niederlage in einem Tiebreak, und die Qualifikation für die Finalrunde ist noch etwas mehr in die Ferne gerückt.