In der im Hinblick auf die Tabelle belanglosen Partie ging es für den bereits qualifizierten Playoffteilnehmer Schönenwerd gegen das Tabellenschlusslicht aus Genf, das dieses Jahr den Sprung unter die besten sechs überraschend nicht geschafft hat. Für Schönenwerd ging es in dieser Partie deshalb mehrheitlich darum, Selbstvertrauen für die Playoffs zu tanken und mögliche spielerische Optionen auszutesten.

Offensive sollte Sieg einleiten

Zum Auftakt jedoch wagte Coach Buser noch keine Experimente und schickte seine beste Offensive aufs Feld, die die Weichen in dieser Partie gleich zu Beginn auf Sieg stellen sollten. Zu überzeugen wussten in der Startphase vor allem Schnider und Gerber, welche ihre Punkte über die Flügel sicher verbuchten. Ein taktischer Wechsel brachte «Schöni» jedoch auf der Zielgerade noch aus dem Tritt und ermöglichte dem Gastgeber, die Führung zu erzielen.

Im zweiten Durchgang folgte dann eine deutliche Reaktion auf den ärgerlichen Satzverlust. Schönenwerd erzeugte von Beginn an viel Druck am Aufschlag, ohne dabei unnötig viele Eigenfehler zu erzeugen. Auch das Sideout der Gäste funktionierte auf Anhieb, während die Welschschweizer Mühe bekundeten, Lücken in der Defensive des Gegners zu finden. Die Niederämter zogen früh davon und liessen beim deutlichen Satzgewinn nichts mehr anbrennen, womit man den Ausgleich realisieren konnte.

«Schöni» zu fehleranfällig

Es sollte jedoch die einzige Phase der Partie bleiben, in der Schönenwerd seinen Gegner über längere Strecken dominieren konnte. In der Folge waren es oft Schwächephasen im Spielaufbau, welche das eigene Sideout erschwerten und es den Genfern so ermöglichte, leichte Punkte zu erzielen. Zwar stemmten sich die Gäste im dritten Satz vehement gegen den früh eingespielten Rückstand, doch sobald man mit guten Aktionen auf wenige Punkte an den Gegner heran gespielt hatte, war es wieder das Heimteam, welches - angeführt vom Mexikaner Guerra - mit guten Aufschlägen für lange Gesichter in den Reihen Schönenwerds sorgte.

Nach knappem Satzverlust reagierte Coach Buser und schickte das Offensiv-Trio Schnider, Gerber und Richards zurück aufs Feld, welche es im vierten Satz richten sollten. Da Chênois nun aber Blut geleckt hatte entwickelte sich ein offener Schlagabtausch bei dem sich keine Mannschaft wesentlich absetzen konnte. Erst gen Satzende gelang es Gerber mit einem Ass ein erstes Break herbeizuführen. Chênois jedoch liess sich davon nicht beirren, holte sich den Aufschlag zurück und profitierte im entscheidenden Moment von zwei Angriffsfehlern der Schönenwerder, welche die Niederlage gegen gut aufspielende Genfer besiegelten.

Schönenwerd kann sich nun dank einem spielfreien Wochenende intensiv auf die Playoffs vorbereiten. Eine spielfreie Pause, die es bestmöglich zu nutzen gilt, da anschliessend die kräftezehrende Playoffphase mit zwei Partien pro Woche ansteht.