Volleyball-Cup

Schönenwerd ist dem Cuptitel so nah wie noch nie

Simon Hofstede im Netzduell gegen Jona

Simon Hofstede im Netzduell gegen Jona

Der TV Schönenwerd besiegt den Underdog aus Jona ohne grössere Probleme mit 3:0 und rückt dem Titel-Traum näher. Im Final treffen die Solothurner auf Lausanne UC.

Endlich klappt es auch im Cup: Der Vize-Schweizermeister Schönenwerd stand noch nie zuvor in einem Schweizer Cupfinale. Das Blatt konnten die Niederämter im gestrigen Halbfinale gegen Jona zum ersten Mal wenden. Das Team von Coach Dervisaj stieg gegen den NLA-Neuling als klarer Favorit ins Rennen und erspielte mit einer kämpferischen Leistung den 3:0 Sieg. Den ersehnten Platz im Cupfinale haben sich die Solothurner nach langem Warten souverän verdient.

Obwohl die Niederämter als klarer Favorit ins Halbfinal-Rennen stiegen, sah die Partie im dritten Umgang alles andere als deutlich aus. Erst nach vier abgewehrten Satzbällen und mit dem dritten Matchball gelang dem TVS der glorreiche Sieg beim Stand von 32:30. «Nach einer 2:0 Führung waren wir in Gedanken schon beim Finale und die Konzentration nahm eindeutig ab», beurteilte der Annahmespiele Leandro Gerber die nervenauftreibende Endphase des Spiels.

Neuling mochte überzeugen

Zu Beginn des Halbfinales wussten die Schönenwerder ihrer Favoritenrolle jedoch gänzlich gerecht zu werden. Trotz kurzweiligen Startschwierigkeiten am Netz und in der Annahme zog der NLA-Qualifikationsvierte nach dem zweiten technischen Timeout den Ostschweizern davon.

Mit Richards über die Diagonale läuteten die Niederämter die Money-Time ein (20:17), und liessen von da an nichts mehr anbrennen. Mit dem TVS-Neuling Korzenevics, der Lette war erst in der vergangenen Woche zur Mannschaft hinzugestossen, erspielten sich die Niederämter den diskussionslosen Satzgewinn (25:20).

Auch im zweiten Durchgang herrschte anfangs ein Punkteabtausch, der aber sogleich bis zum ersten technischen Timeout der Schönenwerder in eine Führung überging (8:5). Den Vorsprung bauten die Niederämter immer weiter aus und Jona fand gegen Satzende kein Mittel zur Gegenwehr mehr, sodass der Umgang, noch deutlicher als der Erste, mit 25:18 für den TVS endete.

Spielhöhepunkt im dritten Satz

Das Spiel fand seinen Höhepunkt erst in der Money-Time des dritten Durchgangs. Nach einer 16:12 Führung seitens Schönenwerd bäumte sich der Underdog vom Zürichsee zum ersten Mal richtig auf und reduzierte seine Fehlerquote, womit sich die Partie kurzzeitig vollkommen wendete. Mit clever platzierten Finten, starken Services von Roos und dank Stadelmann, der sich über die Mitte einbrachte, glich Jona zum 18:18 aus.

Von da an lieferten sich die beiden Teams eine hart umkämpftes Duell, in welchem Jona das drohende Ende abzuwenden versuchte. Den ersten Matchball konnte Schönenwerd aber nicht verwerteten, womit Jona sogleich zum Schlag ausholte und sich insgesamt vier Satzbälle erspielte. Beim Stand von 30:30 machte der Australier Richards den Ostschweizern einen letzten Strich durch die Rechnung und erbrachte durch zwei wuchtige Angriffe das langersehnte Spielende.

Nicht nur die zahlreichen mitgereisten Schönenwerder Fans, sondern auch die Spieler waren über den Finaleinzug begeistert. «Der Cupfinal ist das Highlight. Die ganze Volleyballszene versammelt sich an diesem Event und wir können vor einem riesen Publikum spielen», freut sich Gerber. Für den TV Schönenwerd ging somit ein erfolgreiches Wochenende zu Ende, denn die Niederämter gewannen am Samstag das letzte Qualifikationsspiel gegen den Tabellenzweiten Lausanne. Auch im Cupfinale am 28. März werden die Solothurner auf die Romands treffen, die im Halbfinale mit 3:2 Sätzen über Amriswil siegten.

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