Eine Saison, die nicht wirklich nach Plan verlief. Dies muss sich das Beachvolleyduo Schnider/Gabathuler wohl oder übel eingestehen. Zu Beginn der Spielzeit hatte beim Solothurner und beim Aargauer alles sehr vielversprechend geklungen. Auch das vorangegangene Jahr liess auf vieles hoffen, es war die beste Saison überhaupt der beiden, doch nun ist der Traum Olympia 2012 in weite Ferne gerückt.

«Jetzt, im Nachhinein, hofften wir schon auf bessere Resultate. Wir sind einfach nicht auf Kurs gekommen», so der aus Oensingen stammende Jan Schnider.

Zu viel Druck?

Warum das Duo eine so schlechte Saison erwischt hat, können sie nicht genau sagen. Der 28-jährige Schnider vermutet jedoch, «dass wir uns vielleicht zu sehr selbst Druck gemacht haben. Somit waren wir teilweise wie blockiert, und wenn sich an einen Misserfolg ein weiterer reiht, geht es nicht lange und man ist schon in einer gewissen negativ Spirale drin.»

Genau aus dieser fand das Team nur schwer wieder heraus. Die Leistung habe sich etwas verbessert, als sie nichts mehr zu verlieren hatten und etwas entspannter an die Spiele gingen. «Da haben wir uns ein wenig von der Krise erholt.» Nun ist die Beachvolleyballsaison bald vorbei und der Traum vom Ticket für London 2012 schon fast geplatzt. «Rein rechnerisch wäre eine Teilnahme an den Olympischen Spielen noch möglich, aber praktisch sieht es schlecht aus, ja es ist beinahe unmöglich, noch unter die zwei besten Teams zu kommen», so der Solothurner.

Wie geht es weiter?

Wie die kommende Saison für Schnider/Gabathuler aussehen wird, ist schwierig zu sagen. Es gibt sicherlich vieles zu besprechen, aber auch viele Aufbaumöglichkeiten. «Wir müssen weiterhin dranbleiben und versuchen Fortschritte zu machen.»

Aber bevor die neuen Spiele kommen und das Zweiergespann mit neuem Elan zu alter Grösse finden will, stehen der Winter und somit die Pause vor der Tür. Schnider wird in dieser Zeit die Hallenvolleyballer von Schönenwerd tatkräftig unterstützen, während Gabathuler nach seinen Ferien auf Jobsuche gehen wird. Bleibt für das Beachvolleyballduo zu hoffen: «Neue Saison, neues Glück.»