Fussball

Schnelle, freche und treffsichere Solothurnerin

«Fussball ist in unserer Familie sehr wichtig», sagt Jolanda Stampfli.

«Fussball ist in unserer Familie sehr wichtig», sagt Jolanda Stampfli.

Die 16-jährige Jolanda Stamfpli träumt davon, einmal als Fussballprofi ihr Geld zu verdienen. Ihr Vorbild ist Cristiano Ronaldo. Wegen ihm trägt sie die Rückennummer 7 und wie beim ihm zählen die Schnelligkeit und der satte Schuss zu ihren Stärken.

Den 6. April 2014 wird Jolanda Stampfli nie mehr vergessen. Zum ersten Mal durfte sie an einem offiziellen Länderspiel das rote Trikot mit dem weissen Schweizerkreuz auf der Brust überstreifen. «Es war ein unbeschreibliches Gefühl, der bis jetzt schönste Moment in meinem Leben. Ich hätte nie gedacht, dass ich es einmal so weit bringen werde im Fussball», blickt Stampfli mit rund einem Monat Abstand auf ihr Debüt in der U16-Nationalmannschaft zurück.

Zwei Tage später – in ihrem zweiten Spiel – machte es die 16-jährige Solothurnerin gar noch besser. Gegen Polen erzielte die Stürmerin zwei Tore. Für ihre Leistungen beim Vierländerturnier in England wurde sie von Nationaltrainerin Monica Di Fonzo gelobt. «Ich war sehr froh, als ich das gehört habe. Schliesslich möchte ich ja wieder für die Nati spielen», sagt sie.

Eine Familiensache

Jolanda Stampfli, die schweizerisch-bulgarische Doppelbürgerin ist, ist nicht die erste in ihrer Familie, die für eine Fussballnationalmannschaft aufgelaufen ist. Onkel Stefan Draganov war Mitglied der bulgarischen U21-Auswahl. «Fussball ist in unserer Familie sehr wichtig. Dank ihr habe ich im Alter von neun Jahren auch mit diesem Sport begonnen. Umso mehr freut es mich, dass ich nun beweisen kann, dass ich es zu etwas gebracht habe. Gerade in Bulgarien sind sie sehr stolz, dass ich in der Nati spiele», sagt Stampfli.

Ihre ersten Gehversuche mit dem runden Leder hat die Oberdorferin beim FC Rüttenen unternommen. Nach drei Jahren holte sie Kaan Kahraman, Verantwortlicher für Frauenfussball beim Solothurner Fussballverband, zum FC Blustavia. Parallel spielte sie auch noch für das Team SOFV. Doch die Doppelbelastung war zu gross, weshalb Jolanda Stampfli seit letztem Sommer nur noch für das U18-Team SOFV aufläuft.

Vier Trainings stehen pro Woche auf dem Programm, daneben besucht die 16-Jährige die 3. Sekundarschule. Im August wird sie in der Region Bern eine Lehre als Tiefbauzeichnerin in Angriff nehmen. Im Hinblick darauf liebäugelt sie mit einem Wechsel zu einem Berner Verein, damit der Weg zu den Trainings kürzer ist. Noch ist aber nichts entschieden.

Vorbild Ronaldo

Zuerst stehen die letzten Meisterschaftsspiele mit dem Team SOFV an, wo Stampfli möglichst viele Tore erzielen will – so wie ihr grosses Vorbild Cristiano Ronaldo. Wegen ihm trägt sie das Trikot mit der Rückennummer 7 und wie beim Portugiesen zählen die Schnelligkeit und der satte Schuss zu den Stärken von Jolanda Stampfli. Sie bezeichnet sich selbst als freche Spielerin, die «auch mal provozieren kann, wenns nötig ist.» Also noch eine Ähnlichkeit mit dem grossen Star von Real Madrid.

Jolanda Stamfpli träumt davon, einmal als Fussballprofi ihr Geld verdienen und für die Schweizer A-Nati auflaufen zu können. Doch egal ob das gelingt oder nicht, eines weiss die Solothurnerin genau: «Ich möchte nie aufhören, Fussball zu spielen, denn Fussball macht mich einfach fröhlich.»

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