Philipp Fankhauser schleppte auch am Tag danach das Halbfinal-Aus gegen Finnland schwer mit sich rum. «Das benötigt noch ein wenig Zeit, bis das 3:4 aus dem Kopf verdrängt sein wird», brachte Fankhauser ein gequältes Lächeln über die Lippen. Stolz sei er, trotz allem, dass die Mannschaft im Spiel um Platz 3 Moral gezeigt habe. Dieser Beurteilung schloss sich Simon Bichsel an. «Ich bin sehr zufrieden, was wir hier erreicht haben. Man darf nicht vergessen, dass ein Medaillengewinn an einer Weltmeisterschaft nicht selbstverständlich ist.»

Freudestrahlend marschierte Kaspar Schmocker durch die Katakomben des Hallenstadions. Seine Linie mit Emanuel Antener und Manuel Engel gehörte zu den Erscheinungen des Turniers. «Obwohl wir unseren grossen Traum, den WM-Titel, nicht verwirklicht haben, hat jeder von uns einen grossen Schritt nach vorne gemacht.» Irgendwann seien die Finnen oder die Schweden fällig. «Rom ist auch nicht in einem Tag gefallen», so Schmocker.

Auch Angebote aus dem Ausland

Nicht Rom, aber auch nicht Wiler-Ersigen heisst die nächstjährige Unihockeystation des Verteidigers. Schmocker liegen einige interessante Angebote ausländischer Vereine auf dem Tisch. «Entschieden ist aber noch nichts.»

Mit solchen Gedanken muss sich Christoph Hofbauer momentan nicht beschäftigen. Der Stürmer verknackste sich im Startspiel gegen die Slowakei den Fuss und erlitt im Norwegen-Spiel einen Bluterguss im Oberschenkel. «In den kommenden Tagen werde ich mich auskurieren, bevor es dann in der Meisterschaft weitergeht.» Derweil war Christoph Hofbauers Bruder Matthias die gefragteste Person in der Interview-Zone. Der Rekordinternationale ist seit gestern mit 41 Toren und 39 Vorlagen auch der erfolgreichste WM-Akteur aller Zeiten.