Der 2:0-Sieg gegen den Lokalrivalen Olten war das grösste – aber auch fast das einzige – Erfolgserlebnis, dass Dulliken in der 2. Liga inter in der vergangenen Herbstrunde feiern durfte. "Sicher hatte ich mir etwas mehr erhofft", zieht Trainer Willy Schmid seine Bilanz zur Winterpause, "trotzdem macht mir der Job sehr viel Freude". Vor allem die Zusammenarbeit mit seinem Assisitenten Massimo Mingolla und die gute Moral in der Mannschaft seien, trotz dem letzten Platz in der Gurupp 3, sehr motivierend.

Geld nicht vorhanden

Natürlich habe er gehofft, dass es möglich sein sollte, mit Dulliken über dem Strich zu überwintern. "Es wurde dann aber rasch einmal klar, dass dieses Ziel mit fast nur jungen und unerfahrenen Spielern kaum zu erreichen sein wird", sagt der professionelle Instruktor (Nordwestschweizer Verband und FC Basel). "Wenn ich sehe, mit wie viel Geld manche Vereine in unserer Gruppe operieren, dann fällt mir staunend der Kinnladen runter. Da kann ein Dorfverein wie Dulliken nicht mithalten. Diese Vereine sollten mindestens in der 1. Liga spielen."

Wenn gerade die Solothurner Mannschaften in der 2. Liga inter oft nicht recht mithalten können, dann sei dies kein Zufall. "In der Region Basel können zum Beispiel die Dorfvereine immer wieder vom Nachwuchs der Spitzenvereine profitieren. Schliesslich schaffen nicht alle aus Basels U21 den Durchbruch bei den Profis. In den Regionen Solothurn und Olten sind solche gut ausgebildeten Spieler dagegen rar."

Zwei Optionen möglich

Der FC Dulliken müsse in den nächsten Tagen eine wichtige Entscheidung treffen. "Plan A ist es, sich massiv zu verstärken um sicher in der 2. Liga inter bleiben zu können. Ober dann wählt man den Plan B und versucht weiterhin, mit jungen Spielern etwas für die Zukunft aufzubauen." Schimd findet beide Wege gangbar und interessant. "Entweder oder, der Verein muss das analysieren und sich entscheiden. So oder so bin ich dabei, ich werde das Beste daraus machen und versuchen, oben zu bleiben. Nur halbe Sachen bringen in der jetzigen Situation nichts", sagt der erfahrene Trainer. 

Trainingslager in Alicante

Gerüchte über mögliche Transfers dementiert Willy Schmid: "So viel ich weiss, wurde noch kein Formular unterschrieben, das passiert erst im Dezember. Beim Trainingsstart im Januar sollte alles geregelt sein, damit wir konzentriert arbeiten können." Auch ein Trainingslager ist bereits gebucht. Mitte Februar reist Dulliken nach Alicante an die Wärme und flieht damit vor der Solothurner Fasnacht. "Für die Basler Fasnacht sind wir wieder zurück", sagt der passionierte Pfeifer aus dem Leinental, "den Morgestraich lasse ich mir nicht nehmen."