In der 20. Minute dribbelte Wayne Corti auf dem linken Flügel die Gränicher schwindlig. Die Flanke kam beim Penaltypunkt zu Semir Bisevac, der sich den Ball in aller Ruhe zurechtlegen und dann zum 1:0 im hohen Eck versenken konnte. Schon in der 35. Minute hätte Dulliken den Sack zumachen müssen. Rouven Corti hatte mit einem Antritt die ganze Gränicher Abwehr überwunden. Goalie Simon Glumpler konnte dessen Schuss nur in die Füsse von Bisevac abwehren, doch diesmal machte Dullikens Nummer 9 nichts aus der Chance.

Spezieller Platzverweis

Kurz vor der Pause dann der Schock: Die immer wieder konfus pfeifende Schiedsrichterin Sandra Strub zeigte Mike Billwiller für ein Dutzendfoul die gelbe Karte – und hatte wohl vergessen, dass sie diesen schon in der 23. Minute für ein anderes harmloses Foul verwarnt hatte. Platzverweis.

Kurz nach der Pause traf Hazir Zenuni den Pfosten und der Nachschuss ging daneben. Mit einem Mann mehr griff Gränichen zwar an, fand aber gegen die von Sandro Fehlmann dirigierte Defensive kein Mittel. Dulliken konterte gefährlich und vergab alle paar Minuten eine grosse Chance. Die Schiedsrichterin sorgte weiter für Kopfschütteln. Als der bereits verwarnte Tobias Müller den durchgebrochenen Rouven Corti auf dem Weg zum 2:0 von hinten Foulte, zückte die sie keine Karte.

Nur einen gefährlichen Schuss musste Goalie Leandro Russo abwehren. Und dann das: Nach einem Corner war Tomislav Bajo beim weiteren Pfosten per Kopf erfolgreich und es hiess 1:1. Aber dabei hätte es nicht einmal bleiben müssen. In der Nachspielzeit blockte Denis Krebs eine Flanke mit dem Oberarm ab, die sonst gefährlich durch den Gränicher Strafraum geflogen wäre. Obwohl das Hands vor den Augen von Linienrichter Collaud passierte, hatte der nicht den Mut, diesen Penalty der Schiedsrichterin anzuzeigen. «Nein ich war mit der Brust dran», kommentierte Krebs nach dem Spiel diese Schlüsselszene.

«Wir müssten den Match auch mit 10 Mann klar gewinnen», analysierte am Ende Dullikens Trainer Willy Schmid das für ihn enttäuschende 1:1. Trotzdem sollte es dem erstarkten FC Dulliken gelingen, in den letzten sechs Spielen noch über den Strich zu klettern.