NLB-Saison

Schlagkräftig bis Wundertüte: der vielseitige TV Solothurn

Wie startet der TV Solothurn in seine vierte NLB-Saison?

Wie startet der TV Solothurn in seine vierte NLB-Saison?

Der TV Solothurn steigt mit einem neuen Trainer in die NLB-Saison. Nach einer intensiven Vorbereitung, unter anderem mit einem Kurztrip nach Tschechien, trifft das Team von Jürg Lüthi auf die SG Wädenswil/Horgen.

«Der TV Solothurn hat seit Jahren eine starke Mannschaft, jedoch fehlt es manchmal an der Konstanz», sagte Jürg Lüthi, als er Anfang April vom TV Solothurn als neuer Trainer der ersten Mannschaft präsentiert wurde. Sein Ziel sei es daher, die Spielvarianten in der Verteidigung, im Gegenstoss und im Angriff zu erweitern, damit das Team in den entscheidenden Situationen stabiler und unberechenbarer werde.

Ende Mai startete der langjährige Präsident und Trainer des HV Herzogenbuchsee mit seiner neuen Mannschaft in die Vorbereitung für die anstehende Saison, welche am darauffolgenden Tag mit dem Heimspiel gegen die SG Wädenswil/Horgen beginnt. Sein erstes Zwischenfazit fällt positiv aus: «Ich bin grundsätzlich zufrieden mit der Vorbereitung. Was wir uns vorgenommen haben, konnten wir auch umsetzen». Pro Woche verordnete er seinen Spielern drei Trainings in der Halle und zwei zusätzliche Einheiten im Kraftraum.

Anfang August testeten die Solothurner ihre Form gegen den amtierenden Cupsieger Thun, was in einer 20:41-Niederlage mündete. «Da wurden uns die Grenzen aufgezeigt», so Widmer. «Wir mussten aber auch mit einem Rumpfteam spielen.» Er sei ein Verfechter davon, sich in der Vorbereitung sowohl mit deutlich stärkeren Gegnern als auch mit Unterklassigen zu messen. Dem RTV Basel, dem Tabellenachten der vergangenen NLA-Saison, unterlag der TVS mit vier Toren Unterschied, gegen die Erstligisten Herzogenbuchsee und Olten schauten Siege heraus.

Schmerzhafte Abgänge

Auch ein fünftägiger Kurztrip nach Pilsen stand diesen Monat auf dem Programm. «Mein Assistent Martin Prachar ist Tscheche. Er hat alles organisiert», erklärt Jürg Lüthi. «Die Infrastruktur war super und wir setzten uns in den beiden Testspielen gegen Teams aus der zweiten tschechischen Liga relativ souverän durch», blickt er zurück. Und natürlich sei auch das Teambuilding nicht zu kurz gekommen.

Mit Sven Schafroth, Oliver Räz und Oliver Zimmermann verzeichnet der TVS einige Abgänge. Auch die beiden Talente Nico Eggimann und Dario Lüthi werden wohl nicht mehr für Solothurn auflaufen. «Es sind zum Teil schmerzhafte Abgänge, aber wir können diese mit Jungen kompensieren», meint der Trainer. Sein Team werde viele Gesichter zeigen. Von der schlagkräftigen Truppe bis zur Wundertüte, je nachdem, welche Spieler von den Partnervereinen zur Verfügung stehen.

Die Saison 17/18 beendete der TVS auf dem starken dritten Platz. In der vergangenen Spielzeit rutschte der Klub auf den achten Platz ab. Wohin soll der Weg unter dem neuen Trainer gehen? «Unser Saisonziel ist der sechste Platz», lautet die Antwort von Jürg Lüthi. 

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Autor

Raphael Wermelinger

Raphael Wermelinger

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