Fussball

Schiedsrichter Pascal Erlachner auf den Spuren von Meier und Busacca

Routine: Pascal Erlachner beim Münzwurf

Routine: Pascal Erlachner beim Münzwurf

Der 32-Jährige Turnlehrer aus Wangen bei Olten gilt als einer der talentiertesten Schweizer Schiedsrichter. Vielleicht tritt er schon bald in die Fussstapfen seiner Vorbilder Urs Meier und Massimo Busacca.

Pascal Erlachner zögert keine Sekunde und sagt: «Meine Vorbilder? Ganz klar: Urs Meier und Massimo Busacca.» Und warum? «Urs und Massimo sind zwei Persönlichkeiten mit grosser Ausstrahlung. Es ist eindrücklich, was sie für das Schiedsrichterwesen in der Schweiz geleistet haben. Von Urs habe ich gelernt, dass die besten Spielleiter stets im Hintergrund bleiben und ihren Job unauffällig erledigen. Geht es auf dem grünen Rasen aber turbulent zu und her», fügt der 32-Jährige aus Wangen bei Olten hinzu, «darf der ‹Schiri› keine Schwäche zeigen und muss durchgreifen. Klar, konsequent und kompromisslos.»

Nach den Rücktritten der Überflieger Meier und Busacca sucht man in der Schweiz momentan vergeblich nach einem Aushängeschild. Vielleicht ist die nächste grosse Nummer ja tatsächlich Pascal Erlachner. Mit Thun gegen die Grasshoppers leitete der Turnlehrer aus Wangen bei Olten am vergangenen Samstag sein erstes Spiel in der Super League.

Inspizient Markus Nobs, Psychologe Josef Wermuth und Mentor Martin Salm attestierten dem Neuling eine gute Leistung. Besteht Erlachner im November den zweiten Test, wird er in der Rückrunde regelmässig Spiele in der höchsten Spielklasse leiten dürfen.

Internationale Karriere kann warten

Weil die Schweiz, deren Unparteiische nicht den besten Ruf haben, dennoch sieben Fifa-Schiedsrichter melden kann, steht auch Erlachner die Türe zu einer internationalen Karriere offen. «Mein Ehrgeiz ist zwar sehr gross, aber so weit ist es noch nicht», stapelt er tief. «Wer ein Ziel verfolgt, der muss einen Schritt nach dem andern machen. Momentan will ich in die Super League. Nur das zählt.»

Erlachners Bescheidenheit in Ehren; der junge Mann hat ideale Voraussetzungen für eine Spitzenlaufbahn. Das Fussball-Abc hat ihm Vater René beigebracht. Er war während der aktiven Karriere ein Topstürmer, machte sich in den vergangenen Jahren als Trainer einen Namen und führte den FC Breitenrain auf diese Saison hin in die 1. Liga Promotion.

Pascal war als Spieler zwar nur Durchschnitt, brachte es wegen der grossen Willensstärke aber trotzdem zu einigen Einsätzen in der ersten Liga. Vor acht Jahren entschied er sich für eine Karriere als Schiedsrichter. Wer mit dem jungen Mann spricht, der spürt eines genau: Der junge Mann will nach oben. Wer weiss? Vielleicht tritt Erlachner bald aus dem Schatten seines Idols Urs Meier heraus.

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