Fechten
Schibler wird auch am Aare-Cup wieder Zweite

Für einmal wurde am Samstag in der grossen CIS-Halle in Solothurn nicht einem Ball hinterher gerannt. Zum 15. Mal führte der Fechtklub Solothurn bereits seinen Aare-Cup durch.

Hans Peter Schläfli
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Zweiter Rang für Lokalmatadorin Leandra Schibler.

Zweiter Rang für Lokalmatadorin Leandra Schibler.

Hans Peter Schläfli

Ganz am Schluss, wenn vor dem Handshake die Maske abgenommen wurde, dann gab es so manche Überraschung. Zuvor verbarg das feinmaschige, schwarze Gitter alle Emotionen, und dann plötzlich strahlt der Sieger – oder der Verlierer verdrückt ein paar Tränen der Enttäuschung. Und manchmal da kam da sogar ein Mädchen zum Vorschein, das sich in die Gefechte mit den Jungs gewagt hatte.

Die Junioren können sich zeigen

Denn in der grossen CIS-Halle in Solothurn wurde dort, wo man sonst einem Ball hinterherrennt, auf acht Bahnen gefochten. Zum 15. Mal führte der Fechtklub Solothurn bereits seinen Aare-Cup durch. «Das ist der grösste Anlass für unseren Fechtklub», erklärt Martin Stocker, Präsident des FKS. «Das Turnier ist auf der einen Seite eine willkommene Einnahmequelle, andererseits ist es auch für unsere Junioren wichtig, dass sie einmal vor eigenem Publikum einen Wettkampf austragen können.» Rund 50 aktive und 20 Nachwuchsfechter sind im Verein engagiert.

Man muss nicht unbedingt ein Spitzensportler sein, um am Aare-Cup mitmachen zu können. «Das Turnier ist so ausgelegt, dass alle möglichst viel zum Fechten kommen. Für alle Teilnehmer gibt es einen Preis», beschreibt Stocker das Konzept des Aare-Cups. «Es soll Spass machen und jeder soll sein Erfolgserlebnis haben.»

Favoritin wurde Zweite

«Als ich klein war, hatte ich Freude an fechtenden Piraten und Rittern, und da hat mich meine Mutter einmal zum Fechtklub gebracht», erinnert sich Leandra Schibler, wie alles begann. Seit acht Jahren fechtet die 17-jährige Biberisterin schon im FK Solothurn, und bei sechs von sieben Teilnahmen am Aare-Cup gewann sie in ihrer Kategorie.

«Es ist ein gemütliches Turnier», beschreibt sie die Stimmung in der Halle. Als Zweite der Schweizer Meisterschaft und ebenfalls Zweite des «Circuit National Jeunesse» galt sie natürlich wieder als Favoritin. Aber diesmal war die Konkurrenz überraschend stark und Leandra Schibler holte hinter der Küssnachterin Gianna Raeschle auch beim Heimturnier Silber.

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