Zufall oder Bestimmung – die Beachsoccer-Fraktion des BSC Solothurn trifft morgen anlässlich der Meisterschaft in Basel auf die Chargers Baselland. Schon heute um 19 Uhr geht im St. Jakob der Cupfinal über die Bühne, für den sich just die zwei genannten Teams qualifiziert haben. Die Revanche ist also so oder so schon programmiert. Im Fall der Solothurner ist die Final-Teilnahme eine echte Überraschung. «Wir haben uns in einen Cup-Rausch gespielt und hoffen jetzt natürlich, dass wir den Elan in den heutigen Final mitnehmen können», sagt BSC-Coach Antonio Scandella.

Um sich auf den Höhepunkt der Klubgeschichte richtig einzustimmen, liessen die Solothurner Sandballzauberer diese Woche den Teamspirit anlässlich eines Bowlingabends aufleben. Ob der Cup in einem Strike endet oder am Ende doch ein Pin – sprich ein nicht gewonnenes Spiel – stehen bleibt entscheidet sich heute. Die Chancen zum Coup sind definitiv auch in der Höhle des Löwen gut. Immerhin räumte BSC auf dem Weg ins Endspiel im Viertelfinal GC (6:5 n. Verl.) und im Halbfinal die Sable Dancers aus Bern (8:5) aus dem Weg. Die beiden derzeit führenden Equipen in der Meisterschaft und am höchsten gehandelten Titelfavoriten.

Konstanz dank US-Verstärkung

Vor allem der neuerliche Sieg gegen die Berner hat verblüfft. Schon in der Meisterschaft waren die Solothurner die Einzigen, die dem Titelfavoriten ein Bein stellen konnten. Bei den Sable Dancers figurieren vier Nationalspieler im Kader und da die Schweiz heuer Europameister geworden ist, will das etwas heissen. «Offenbar liegen sie uns besonders gut oder wir ihnen überhaupt nicht», meint Scandella. Der BSC Solothurn ist vier Runden vor Ende der Saison auf dem 8. Rang klassiert und hat keine Chance mehr, die Titel-Playoffs für die sich die Top 4 qualifizieren, zu erreichen.

«Entsprechend liegt unser Fokus ganz auf dem Cup», sagt der Coach. Seit die beiden amerikanischen Nationalspieler Mikey Lawler und Mike McAndrews bei ihnen seien, sagt Scandella, «haben wir klar an Stabilität gewonnen.» McAndrews ist der Goalie. Da die beiden nur eine dreimonatige Aufenthaltsgenehmigung erhalten, «mussten wir uns entscheiden, ab wann sie zu uns kommen», so der BSC-Coach. Man hat sich so entschieden, dass die US-Guys nicht von Beginn an, dafür jetzt bis zum Schluss der Saison mittun können. Im Hinblick auf den Cup kann man heute sagen: Alles richtig gemacht.

Start ist entscheidend

Schwerer als bisher wird die Aufgabe für die Solothurner Cupfinal-Debütanten heute gewiss nicht. Die Chargers belegten derzeit den 5. Rang in der Meisterschaft. «Wir sind auf Augenhöhe mit ihnen», sagt Scandella. Und ob der Heimvorteil für die Basler tatsächlich zum Trumpf wird, das wird heute sehr vom Spielverlauf abhängen. Insofern ist für die Solothurner ein idealer Spielbeginn wichtig.