Eishockey
SC Langenthal stand als einziges NLB-Team immer unter den Top 4

Der Platz vier in der Tabelle ist dem SC Langenthal nicht mehr zu nehmen, sogar der dritte Rang liegt noch im Bereich des Möglichen. Dafür muss der SCL aber einen Zahn zulegen und mehr Durchschlagskraft beweisen.

Daniel Gerber
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Marc Eichmann – ein Gradmesser für den Erfolg beim SCL.

Marc Eichmann – ein Gradmesser für den Erfolg beim SCL.

Marcel Bieri

Kaum ein Team in der NLB zeigt sich diese Saison konstanter als der SC Langenthal. Zumindest was die «Hardware», also die Resultate, angeht. Nie in der ganzen Saison hat das Team von Trainer Olivier Horak mehr als zweimal nacheinander verloren.

Und als einziges Team ist es dem SC Langenthal gelungen, immer in den Top 4 klassiert zu sein. Weder Leader Olten, dessen schlechteste Klassierung Rang 7 war, noch den zweitplatzierten SCL Tigers, deren tiefste Rangierung ebenfalls der 7. Platz war. Einzig Martigny zeigt eine vergleichbare Performance, die Walliser lagen nie weiter hinten als auf der fünften Position.

«Hardware» krisenfest

Seit dem viertletzten Quali-Spieltag ist klar: Der Top-4-Rang ist dem SCL nicht mehr zu nehmen. Zwar liegt Visp neun Punkte hinter dem SCL auf Rang fünf und kann noch den Punktegleichstand erreichen; doch selbst wenn Visp neun Punkte holt und Langenthal null, reicht es den Wallisern nicht zum Überholen, denn an Spieltag 45 erhält bei Punktegleichstand das Team den höheren Rang, das die Direktbegegnung gewonnen hat, und da liegt Langenthal vorn (10:5).

Selbst Rang drei hat der SCL fast schon auf sicher, Martigny hat sieben Punkte Rückstand. Doch zum Überholen müssten die Romands acht Punkte gutmachen, da Langenthal auch hier die bessere Direktbegegnung aufweist (9:6 Punkte). Technisch gesehen hatte der SCL also weder eine «Mini-Krise» (drei Niederlagen in Serie) noch eine «Krise» (fünf Niederlagen in Serie).

Dennoch stellten sich Wellenbewegungen und resultatmässige Inkonstanz ein. Ein Umstand, dem jedes Team unterworfen war, einzig Leader Olten konnte dem zumindest über weite Teile entgehen.

«Software» wurde geschüttelt

Was die Tabelle nicht zeigt, wie manche Resultate zustande kamen: Der SCL strich verschiedentlich Niederlagen ein, wenn die Durchschlagskraft fehlte, vor dem gegnerischen Tor Ratlosigkeit herrschte und die Inspiration einen grossen Bogen um die Athleten in Blaugelb machte.

Durchwegs zufrieden sei man nicht, durch den aktuellen Rang könne man nicht alles schönreden, bilanzierte SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf erst vor kurzem. Etliche Spiele gingen in der dritten und vierten Qualirunde verloren, weil die Chancenauswertung ungenügend war.

«Wir sind gefordert, die Form zu finden. Gut ist, dass wir jetzt wieder allgemein weniger Gegentore erhalten, aber an der Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor müssen wir noch arbeiten. Das Powerplay funktioniert nun wieder.» Und Goalie Marc Eichmann: «Wir wollen an die Leistungsgrenze gehen und Schwung für die Playoffs holen.»

«Reload» für Playoffs

In den vergangenen drei Runden trat der SCL nun so auf, wie Gian Kämpf und Marc Eichmann forderten: Konzentriert und über 60 Minuten konstant. Dabei siegte der SCL dreimal in Serie. Der SCL scheint Tritt und Schwung für die Playoffs zu finden.

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