«Man muss jedem Gegner den entsprechenden Respekt entgegenbringen. Alles andere würde ich nicht dulden.» Mit dieser Aussage unterstrich Olivier Horak, dass eines nicht passieren sollte: das vermeintlich schwächere Team von Christian Weber zu unterschätzen.

Heimteam unter Druck

Thurgau ist dank diverser Transfers deutlich besser als noch in der letzten Saison und genau dies setzten sie auch von Beginn an unter Beweis. Mit rasch vorgetragenen Angriffen, setzten sie das Heimteam immer wieder unter Druck. Überraschend, bestätigte auch Noël Guyaz nach dem Spiel. Zugleich agierte der SCL in den Angriffen schwerfällig. Nur zwei Weitschüsse führten im ersten Abschnitt zum Erfolg. Die beiden Verteidiger Marc Schefer und Joël Fröhlicher trafen, während Thurgau im Gegensatz ein Gewühl vor dem Keeper Marco Mathis zum zwischenzeitlichen Ausgleich ausnutzen konnten.

2:2-Ausgleich im Mitteldrittel

Die Tatsache, dass Thurgau zu Beginn des Mitteldrittels auch noch zum 2:2 ausgleichen konnte, veranlasste Trainer Horak zu einer Umstellung. Stefan Tschannen agierte nun wiederum mit den beiden Ausländern, während der zuvor auffällige Stefan Schnyder neben Silvan Lüssy und Stephan Moser stürmte. Später reduzierte der SCL-Trainer gar auf drei Linien. Vor allem, so Noël Guyaz, halfen auch die lauten Worte in der Kabine.

Brent Kelly trifft zum 3:2

Erst in der 44. Minute lieferten die Langenthaler die entscheidende Antwort. Kelly erzielt das 3:2. Und zehn Sekunden vor Schluss gelang Stefan Tschannen der vierte Treffer ins leere Tor. «Wir hatten immer schon mühe gegen Thurgau. Positiv ist, dass wir drei Punkte gewonnen haben und ein gutes letztes Drittel gespielt haben. Das gibt Mumm für am Dienstag», bilanzierte Best-Player Noël Guyaz.