Eishockey
SC Langenthal bleibt im Wallis erstmals ohne Punkt

Wegen eines Gegentores nach einem Konter zum 3:2 in der 54. Minute verliert der SC Langenthal beim EHC Visp mit 2:3. Der Tabellenführer aus dem Wallis bleibt damit weiterhin ungeschlagen an der Spitze der NLB.

Leroy Ryser
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Viel «Büetz» für SCL-Keeper Marc Eichmann (l.).

Viel «Büetz» für SCL-Keeper Marc Eichmann (l.).

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Vor dem Spiel warnte Marco Schüpbach, Ex-Visper in Diensten des SC Langenthal davor, gegen den EHCV Scheiben zu verlieren. «Die Visper lancieren sehr schnelle Konter. Wenn sie die Scheibe gewinnen geht es blitzschnell.» Ebendieses Können war in der gestrigen Direktbegegnung augenfällig und zum Schluss entscheidend. In der 54. Minute unterlief der vierten SCL-Sturmlinie ein Fehler an der blauen Linie, Alain Brunold nutzte prompt den Konter zum entscheidenden Treffer zum entscheiden 3:2. Dem Schlussresultat.

Durch das hohe Tempo entstand in vielen Situationen ein Hin- und Her, welches die Walliser grösstenteils ihrerseits im Griff hatten. Die Gastgeber generierten daraus die besseren Chancen und waren im Endeffekt gefährlicher. Auf der Gegenseite kamen die SCL-Verteidiger mächtig ins Atmen, weil mit Marc Schefer der achte Verteidiger weiterhin verletzungsbedingt fehlte.

Ein intensives und körperbetontes Spiel

Die Partie zeichnete sich aber nicht nur über die Schnelligkeit der beiden Mannschaften aus. Sie war intensiv und sehr körperbetont geführt. In insgesamt neun Überzahlsituationen hätte der SC Langenthal vielleicht mehr profitieren sollen, obwohl bereits zwei Treffer resultierten. «Matthias Schoder wehrte in Unterzahl je ein Schuss von Kelly und Campbell mirakulös ab.

Das hätten auch Tore sein können», sagte nach der Partie jedoch SCL-Trainer Olivier Horak. Der Grund für die Niederlage sah er eher im Scheibenverlust der zum 3:2 führte. «Wir haben gut gespielt. Diese Partie hatte fast schon Playoff-Charakter», so Horak weiter.

Am Schluss ging nichts mehr

Der SCL hätte aber insbesondere während der Matchstrafe gegen Andy Furrer die Möglichkeit für einen ersten Führungstreffer gehabt. Nach 7 Sekunden Überzahlspiel traf Kelly zum 2:2-Ausgleich, in den folgenden fast fünf Minuten blieb Gelb-Blau aber harmlos. Es sollte nur wenig später die Situation folgen, welche die Partie entschied.

Reagieren konnte der SCL darauf nicht mehr. Es schien, dass Schiedsrichter Erard die zuvor etwas einseitige Verteilung der Strafen kompensierte und vor der Schlusssirene gleich zwei Langenthaler auf die Strafbank beorderte. Es blieb beim 3:2 für Visp.