Remo Lütolf, Nicole Zahnd, Carla Stampfli und Flavia Rigamonti gehörten zu den Aushängeschildern im Schweizer Schwimmen. Sie hinterlegten der Sportart einen grossen Fussabdruck. Sie nahmen an Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften teil und – sie sprangen im Verlauf ihrer Karriere irgendwann auch am Eichholzcup ins Becken. Am Wochenende war es wieder so weit: Junge Athleten aus fast allen Landesteilen eiferten zwei Tage um gute Zeiten und Medaillen.

Eine fixe Grösse

Der Eichholzcup ist aus kräftigem Holz geschnitzt und eine feste Grösse im Schwimmkalender. Zum 48. Mal versammelte sich der Nachwuchs in Gerlafingen zum Kräftemessen. Der Anlass des Schwimmclubs Eichholz Gerlafingen gehört damit nicht nur zu den ältesten Veranstaltungen, sondern ist auch der grösste seiner Art schweizweit. 2700 Einzelstarts verteilt auf 600 Athletinnen und Athleten hielten die Organisatoren am Wochenende auf Trab.

Keine Notlösung

Vor allem Hansjürg Born. Der Biberister erlebte seine Feuertaufe. Nicht als Aktiver – er war selbst nie Schwimmer – sondern als Klubpräsident. Born hat erst vor zwei Monaten das Amt seines Vorgängers Willy Schaffner übernommen. «Ist wie so oft. Wir benötigten einen Nachfolger. Eine jüngere Person war nicht zu finden, also stellte ich mich zur Verfügung.» Bei Hansjürg Born von Notlösung zu sprechen, wäre indes verfehlt. Er ist seit zwei Jahrzehnten im Verein und kennt die Abläufe und Besonderheiten aus EffEff.

Born trat notabene in einer Zeit der SCGE bei, als diese nicht regional, sondern nationale Ausstrahlung erreichte. 1998 führte der Klub die Schweizermeisterschaften durch. Die versammelte Elite war im Eichholz anwesend. «Wir wollen Präsenz markieren», sagt Hansjürg Born. Vor zwei Jahren sei über eine erneute Kandidatur diskutierte worden. Der Plan wurde aber verworfen. «Ein Anlass solcher Grössenordnung, sprengt unseren Rahmen», sagt Born. Wir sind und bleiben ein Landverein. Klein, aber fein.»