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SC Derendingen verliert gegen GC – Die NLA bleibt in Griffweite

Die Frauen des SC Derendingen verlieren ihr erstes Auf-Abstiegspiel NLB/NLA gegen die Grasshopper 1:5. Es ist eine verkraftbare Niederlage gegen den stärksten Gegner.

Hans Peter Schläfli
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Die Derendingerin Denise Marti klärt vor der Zürcherin Caroline Müller.
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SC Derendingen, Grasshoppers, Aufstiegsspiele, Frauenfussball, Fussball
Yennifer Alvarez und Goalie Tania Chaasot klären gemeinsam gegen Jessica Berger der Grasshoppers.
Andrea Vögeli klärte vor der Zürcherin Marina Marty.
Andrea Vögeli klärt vor der Zürcherin Caroline Müller.

Die Derendingerin Denise Marti klärt vor der Zürcherin Caroline Müller.

Hans Peter Schläfli

Wer kann mehr, die Besten der Nationalliga B oder die Zweitschlechtesten der Nationalliga A? Diese Frage stellten sich viele der immerhin 210 Zuschauer gestern Mittwoch auf der Heidenegg, als die Frauen des SC Derendingen die Grasshoppers aus Zürich zum ersten Spiel der Auf-/Abstiegsrunde zur NLA empfingen.

Bereits in der 1. Minute tauchte Jessica Berger gefährlich vor dem Derendinger Tor auf, aber Goalie Tania Chassot war auf dem Posten. Weitere gute Paraden folgten und in der 15. Minute streifte ein Schuss die SCD-Lattenoberkante. Damit war klar: Die Favoritinnen aus Zürich wollten in Derendingen gewinnen.

Die entscheidende Szene war dann aber vermutlich ein Zweikampf in der 26. Minute, als sich SCD-Captain Andrea Vögeli eine Prellung im Oberschenkel zuzog und kurz darauf ausgewechselt werden musste. Ohne die erfahrene Abwehrchefin wurde die Aufgabe noch schwieriger.

Kurz vor der Pause verwertete Alicia Brandenberger ein Flanke wenige Meter vor dem Derendinger Tor per Kopf zur Führung für die Grasshoppers. Hart für die Derendingerinnen, weil das in einer Phase passierte, als sie scheinbar alles im Griff hatten. Doch unverdient war das Tor nicht.

Entscheidung nach der Pause

Als Laura Walker gleich nach der Pause mit einem herrlichen Weitschuss das zweite Tor für GC erzielte, zeichnete sich die erste Saisonniederlage der Derendingerinnen ab. Das 0:3 in der 56. Minute durch Marina Marty und gleich darauf das 0:4 durch Jessica Berger machten dann die Sache klar. Immerhin verkürzte Ilona Sieben herrlich auf 1:4, als sie mit einem Steilpass alleine auf das Tor der Grasshoppers ziehen konnte und souverän einschoss. Das 1:5 durch einen Schlenzer von Caroline Müller war noch die Zugabe.

«Wir haben nur eine Schlacht verloren», sagte am Ende Andrea Vögeli, «noch ist alles möglich. Die Grasshoppers sind der stärkste Gegner dieser Aufstiegsspiele. Rapid Lugano und Rapperswil-Jona liegen aber sicher in Reichweite.» Vögeli selber ist zuversichtlich, dass sie ihre schmerzhafte «Tomate» bis zum Spiel am 11. April in Lugano auskurieren kann. Vor dem zweiten NLB-Vertreter müssen sich die Derendingerinnen sowieso nicht fürchten, denn gegen die Tessinerinnen haben sie in der «normalen» Meisterschaft souverän gesiegt.

Matchtelegramm:

Derendingen – Grasshoppers 1:5 (0:1)

Heidenegg. - 210 Zuschauer. - SR Bektas.

Tore: 34. Brandenberger 0:1. 49. Walker 0:2. 55. Marty 0:3. 57. Berger 0:4. 64. Sieben 1:4. 71. Müller 1:5.

Derendingen: Chassot; Alvarez, Trutmann, Vögeli (31. Stampfli), Bünger; Kohler, Mari, Zahno, Burkhart (46. Das Chagas), Marra; Sieben (85. Bellabarba)

Grasshoppers: Furrer; Betschart (46. Stickel), Brandenberger (71. Mégroz), Steinmann, Wyder (67. Wyer); Marty, Roscic, Walker, Eymann, Berger; Müller.

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