Fussball
SC Derendingen gibt alles für den Aufstieg in die NLA

Am Samstag startet der SC Derendingen das Abenteuer Aufstiegsspiele. Gespielt wird in einer Vierergruppe.

Hans Peter Schläfli
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Jessica Hawker (vorne) im Training mit dem SC Derendingen.

Jessica Hawker (vorne) im Training mit dem SC Derendingen.

Hans Peter Schläfli

Die Frauen des SC Derendingen klopfen zum zweiten Mal an die Tür der Nationalliga A. Diesmal noch ein wenig resoluter als vor einem Jahr, sagt Jessica Hawker. «Wir wollen alles geben und aufsteigen», so die 21-jährige Mittelfeldspielerin vor dem ersten Match am Samstag um 19.30 Uhr auf der Heidenegg gegen Yverdon.

Zum Start in die Saison hätte man nicht unbedingt damit gerechnet, dass sich die Frauen des SC Derendingen in der Nationalliga B wieder auf einem Spitzenplatz behaupten könnten. Doch dann war von Spiel zu Spiel eine Steigerung zu erkennen. «Wir mussten zuerst einige Abgänge verkraften, die wir mit Nachwuchsspielerinnen ersetzten», blickt Jessica Hawker zurück.

Einen kleinen Durchhänger gab es. Aber Routinier Andrea Vögeli sieht darin sogar einen psychologischen Vorteil: «Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass wir ein paar Mal verloren haben. Vor einem Jahr meinten wir, dass es auch in den Aufstiegsspielen mit dem Siegen einfach so weitergeht und dann warf uns die erste Niederlage total aus dem Konzept.»

«Wir sind mental weiter»

In diesem Sinne begann denn auch Trainer Urs Bachmann die taktische Lagebesprechung vor dem ersten Aufstiegsspiel mit den Worten: «Wir sind mental weiter als vor einem Jahr. Diesmal gibt es kein Unterschätzen oder Überschätzen mehr. Wir wissen alle, was auf uns zukommt.»

Jessica Hawker aus Moosseedorferin spielte bis vor zwei Jahren bei den Berner Young Boys in der Nationalliga A. «Ich hatte bei YB die Freude am Fussball verloren», erklärt sie den Wechsel in eine tiefere Liga. «Es war mir zu viel geworden. In Derendingen habe ich die Freude rasch wieder gefunden.» Ball und Übersicht behalten, schätzt Hawker ihre Stärken ein. «Den entscheidenden Pass zu spielen, das fällt mir leichter als das Tor selber zu schiessen.»

Nicht nur zum Spass mit dabei

Die Aufstiegsspiele nimmt sie als Herausforderung an, und das Ziel ist ganz klar der Aufstieg. «Nur zum Spass dabei zu sein, das kommt nicht infrage.» Mit dem Aufstieg wären noch nicht alle ihre Ziele erreicht. «Dann möchte ich nächste Saison in der Nationalliga A gegen YB gewinnen. Das wäre dann schon ein speziell schöner Moment.»

«In der Nationalliga A müssten wir ein bisschen härter trainieren und alles geben», sagt Jessica Hawker. Alle wichtigen Spielerinnen teilen diese Auffassung. «Dann helfe ich sicher noch einmal ein Jahr», verspricht Abwehrchefin und Routinier Andrea Vögeli, die 2007 mit dem FFC Zuchwil Schweizer Meisterin wurde. Die nächsten sechs Spiele werden zeigen, ob es so weit kommt.