Uhrencup
Sascha Ruefer: «Der Uhrencup ist quasi mein geistiges Eigentum»

Vom 5. bis 9. Juli findet in Grenchen der Uhrencup statt: Die vier Teilnehmer werden bis Mitte April bekannt gegeben. Die zwei ausländischen Teams kommen aus Deutschland, England oder Holland.

Ruedi Kuhn
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Sascha Ruefer

Sascha Ruefer

Keystone

Sascha Ruefer ist kein Mann der leisen Töne. Der Moderator und Kommentator vom Schweizer Fernsehen weiss sich stets wortgewaltig in Szene zu setzen. Eine der Hauptaufgaben des Fussballexperten ist die Live-Berichterstattung der Schweizer Nationalmannschaft. Ruefer verrichtet diese Tätigkeit mit Herzblut und Leidenschaft. Der 41-Jährige geizt auch nicht mit Sprüchen. Auch wenn er diesbezüglich hin und wieder übers Ziel hinaus schiesst, macht der Entertainer seine Sache mehr recht als schlecht.

Ruefers alte Liebe

Was Ruefer anpackt, das macht er richtig. Das ist heute so. Und das war früher so. Ruefer hat eine alte Liebe: Den Uhrencup in Grenchen. «Den Namen Uhrencup», sagt er, «habe ich mir vor neun Jahren gekauft. Er ist quasi mein geistiges Eigentum. Ich bin der Rechte-Inhaber.» Der gebürtige Lengnauer kümmerte sich von 2003 bis 2011 um die Geschicke des Turniers. Und schaffte es dank seinem Beziehungsnetz, europäische Spitzenklubs wie Liverpool, Celtic Glasgow und Schalke 04 in die Fussballprovinz zu holen.

Die graue Eminenz

Seit zwei Jahren tritt er kürzer. Und begründet dies wie folgt: «Meine Tätigkeit beim Fernsehen als Kommentator der Spiele der Schweiz und die Organisation des Uhrencups lassen sich nur schwer miteinander vereinbaren. Meine Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel. Kommt hinzu, dass der Aufwand für die Ausrichtung einer solchen Veranstaltung riesig ist. Mir fehlt momentan die Zeit.» Ruefer bezeichnet sich heute als graue Eminenz des Turniers. Mag sein, dass er nur noch hinter den Kulissen tätig ist. Und dennoch. Spricht man ihn auf die vier teilnehmenden Mannschaften des diesjährigen Turniers an, erfährt man Wissenswertes.

Mündliche Zusagen

YB ist wohl nicht mit dabei. Die zwei Schweizer Teams sind aller Voraussicht nach der FC Basel und GC. Mündliche Zusagen liegen vor. Und wie heissen die zwei ausländischen Mannschaften? Diesbezüglich lässt sich Ruefer nicht in die Karten blicken und sagt: «Da ist alles offen. Es gibt viele Anfragen. Interesse zeigen Klubs wie Anderlecht und Roter Stern Belgrad. Momentan stehen wir mit Vereinen in Deutschland, Holland und England in Kontakt.»

Spätestens Mitte April wird das Teilnehmerfeld feststehen. Eines ist klar: Uhrencup-Geschäftsführer Roger Rossier sorgt mit seinem 14-köpfigen Organisationskomitee und den rund 250 Helfern dafür, dass Grenchen Anfang Juli während vier Tagen ein kleines Fussball-Spektakel erleben wird.