Mountainbike
Saner und Gebrüder Flückiger sind optimistisch

Starke Signale der regionalen Weltklasse-Biker Lukas und Mathias Flückiger sowie Marielle Saner-Guinchard. Beim BMC Racing Cup in Gränichen, dem bestbesetzten Rennen des Jahres auf Schweizer Boden, gelang dem Trio auch die beste Saisonleistung.

Rainer Sommerhalder
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Lukas Flückiger in Gränichen unterwegs zu Rang 4.

Lukas Flückiger in Gränichen unterwegs zu Rang 4.

Alexander Wagner

Die Grenchnerin Saner fuhr hinter den beiden Olympiastarterinnen Süss und Leumann als drittbeste Schweizerin und nur knapp hinter Olympiasiegerin Sabine Spitz auf Platz 5. Nach zwei Lungen-Embolien und einem Jahr zum Vergessen war dies das wertvollste Resultat seit langem. «Es geht wieder aufwärts», lautet die Bilanz der 35-Jährigen.

Nachdem sie sich bis zum Weltcuprennen von Mitte Mai in Frankreich noch leise Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme gemacht hatte, sei es nach ihrem Sturz in La Bresse emotional sehr schwierig gewesen, sich wieder aufzurappeln. «Doch nach dem Rennen in Gränichen bin ich erst recht wieder motiviert. Die Weltmeisterschaft im September setze ich mir als grosses Saisonziel», sagt Saner.

Lukas Flückiger nähert sich Topform

Mehrmals begegneten sich Mathias und Lukas Flückiger im Rennen der Männer auf der Strecke. Beide kamen im riesigen Feld mit 84 Athleten gut weg. Weil Lukas nach der Startphase aufgrund der grossen Hitze etwas Dampf wegnahm, war Mathias im Familienduell kurzzeitig in Front, doch am Schluss blieben die brüderlichen Kräfteverhältnisse klar. Lukas schlug als Vierter und damit zweitbestem Schweizer hinter Sieger Nino Schurter sogar Olympiafahrer Florian Vogel.

Trotzdem will er nicht darüber nachdenken, ob seine Form für ein London-Ticket einfach zu spät kam. «Es ist, wie es ist. Ich habe mich damit abgefunden und peile neue Ziele an», sagt Lukas Flückiger. Eines davon ist der Weltcupabstecher nach Nordamerika. Dafür hat Lukas sogar auf die EM-Teilnahme verzichtet.

Heute Montag fliegen die Brüder in Richtung Kanada ab. Auch Mathias, der U23-Weltmeister von 2010, tut dies nach Platz 8 in Gränichen mit neuem Optimismus. «Im Vergleich zu den bisherigen Rennen des Jahres lief es mir super.» Er hoffe, es sei ein Trend nach oben. Nur habe ihn diese Hoffnung zuletzt mehrmals enttäuscht.