Als typisches Playoff-Eishockey bezeichnet EHCO-Kanadier Carsen Germyn die bisherigen Spiele gegen den HC Lausanne. Beide Teams spielten sehr körperbetont, meint Germyn, verneint aber, dass dem EHCO am Sonntag etwas die Kraft gefehlt habe. «Wir müssen heute ganz einfach noch einmal einen Schritt nach vorn machen», sagt Germyn.

Den Glauben ans Weiterkommen hat der Kanadier trotz des 1:3-Rückstands nicht verloren. «Alle Spiele waren sehr knapp. Wir haben das Team, um Lausanne dreimal in Serie schlagen zu können», zeigt sich Germyn kämpferisch.

Die Formel dazu sei einfach: Am Dienstag auf 2:3 verkürzen, am Freitag mit der besten Saisonleistung in Lausanne siegen, und dann hätte man am Sonntag im «Final» ein weiteres Heimspiel, rechnet Germyn vor.

Tore müssen her

Doch das ist Zukunftsmusik. Um überhaupt in der Serie zu bleiben, braucht der EHCO heute Tore. Am Sonntag gelang den Powermäusen kein einziger Treffer, echte Torchancen konnte man an einer Hand abzählen. Germyn weiss, was in der Offensive verbessert werden muss: «Die gegenseitige Unterstützung muss viel besser werden», sagt der Kanadier.

Man müsse den Gegner stärker unter Druck setzen und ganz einfach: «Viele Schüsse abgeben und versuchen, die Abpraller zu verwerten.»

Wichtig wird auch, nicht zu viele Strafen zu kassieren. Während sich Lausanne mittlerweile sehr gut auf das Überzahlspiel der Oltner eingestellt hat, tut sich der EHCO mit dem Powerplay der Westschweizer nach wie vor eher schwer.

Trotzdem: Verloren ist noch nichts. Gewinnt der EHCO heute Abend, wäre zumindest der erste Teil von Germyns Drei-Etappen-Plan umgesetzt.