Proffix Swiss Bike Cup
Saisonauftakt gelingt Bike Team Solothurn nicht wie gewünscht

Am ersten warmen Frühlingswochenende traf sich die Bike-Elite ein erstes Mal zum Ernstkampf im Proffix Swiss Bike Cup auf dem Monte Ceneri. Die Fahrer und das Material wurden einer ersten anspruchsvollen Feuerprobe unterzogen.

Vanessa Anderegg
Merken
Drucken
Teilen
Impression von der ersten Etappe des Proffix Swiss Bike Cup in Rivera

Impression von der ersten Etappe des Proffix Swiss Bike Cup in Rivera

Zur Verfügung gestellt

Die Vorbereitung auf den ersten Proffix Swiss Bike Cup in Rivera war für das Bike Team Solothurn sehr vielversprechend. Ursin Spescha konnte sich beim Weltcupauftakt im südafrikanischen Stellenbosch als viertbester Schweizer auf dem 28. Rang klassieren und bereits eine erste Marke setzen.

Beim Argovia-Vittoria Fischer Bike Cup im aargauischen Lostorf startete das Bike Team Solothurn ein erstes Mal in vollständiger Formation. Das Rennen in der Elite-Alterskategorie konnte Nick Burki für sich entscheiden. Vital Albin klassierte sich auf dem sechsten Schlussrang nur knapp hinter Burki und Ursin Spescha beendete das Rennen auf dem 20. Rang.

Impression von der ersten Etappe des Proffix Swiss Bike Cup in Rivera

Impression von der ersten Etappe des Proffix Swiss Bike Cup in Rivera

Zur Verfügung gestellt

So reiste das Bike Team Solothurn mit viel Selbstvertrauen und grossem Erfolgshunger nach Rivera zur berüchtigten Strecke auf dem Monte Ceneri. Die technisch anspruchsvollen Passagen, grossen Sprünge und kräftezehrenden Aufstiege sind die typischen Merkmale für die Strecke, auf welcher bereits Weltmeisterschaften ausgetragen wurden.

Um 10.45 Uhr fiel der Startschuss für das über sechs Runden führende Rennen. Bereits im ersten Anstieg konnten sich alle drei Athleten des Teams vorne positionieren. So beendete Nick Burki die erste Runde direkt hinter dem führenden Schweizermeister und Lokalmatadoren Filippo Colombo. Vital Albin war als siebter in Lauerstellung und Ursin Spescha, der bisher nicht für seine schnellen Starts bekannt war, hatte mit der 13. Zwischenposition eine vielversprechende Startrunde erwischt.

Impression von der ersten Etappe des Proffix Swiss Bike Cup in Rivera

Impression von der ersten Etappe des Proffix Swiss Bike Cup in Rivera

Zur Verfügung gestellt

Doch bereits in der zweiten Runde wurde der neue Teammechniker Imre Nagy auf eine harte Probe gestellt. Nick Burki fuhr mit einem platten Hinterreifen in die zweite Technikzone ein. Das Problem war schnell behoben und Burki konnte zur Aufholjagd ansetzen. Doch nach dem zweiten Plattfuss in Runde Vier waren die Hoffnungen auf eine Rangierung in den besten Fünf auch beim Solothurner zunichte gemacht.

Die vierte Runde war auch für die beiden Bündner des Teams eine verhängnisvolle. Beide, bis dahin gut im Rennen liegenden Athleten, hatten mit Schaltproblemen zu kämpfen. Speschas Probleme konnten in der Technikzone behoben werden, Vital Albin, dessen Schaltung aufgrund eines Sturzes ausfiel, musste das Rennen enttäuscht aufgeben.

Erfolgreiches Team Solothurn

Dank einem beeindruckenden Effort in den beiden Schlussrunden konnte Nick Burki das Rennen auf dem 10. Schlussrang beenden und ein Top-10-Ergebnis für das Team retten. Ursin Spescha konnte sich auf den letzten Kilometern ebenfalls nochmals steigern und überquerte die Ziellinie nur knapp hinter Burki als Dreizehnter.

Auch wenn aus athletischer Sicht sicherlich viel mehr möglich gewesen wäre, blickt das Bike Team Solothurn, beim zweiten Hinsehen, auf ein erfolgreiches Rennen zurück. Es wurde beeindruckend gekämpft, alle Reserven wurden mobilisiert und auch wenn ein besseres Resultat den schweren Bedingungen zum Opfer gefallen ist, hat das Team wertvolle Erfahrungen sammeln können. Nun gilt es, aus den Fehlern zu lernen. Denn bereits am kommenden Wochenende bietet sich beim Rennen im italienischen Nals die Chance zur Revanche.