Unihockey

Rychenberg von Wiler-Ersigen aus der Stube geworfen

Wilers Adrian Zimmermann (rechts), hier gegen Rychenbergs Huber, fegt wie ein Tornado durch die Halle und schiesst fünf Tore. marcel bieri

Wilers Adrian Zimmermann (rechts), hier gegen Rychenbergs Huber, fegt wie ein Tornado durch die Halle und schiesst fünf Tore. marcel bieri

Unihockey Zehnter Sieg in Folge, 40. Sieg in Serie in Zuchwil – Wiler-Ersigen ist auch in dieser Saison wieder auf Rekordjagd. Gestern deklassiert der Meister Rychenberg Winterthur 13:2.

«Der Center Court in Wimbledon ist mein Wohnzimmer», pflegte Tennis-Ass Boris Becker während seiner Aktivzeit immer wieder zu sagen. Eine solche Stube hat auch Wiler-Ersigen. Es ist die Halle in Zuchwil. Dort fühlt sich der SVWE am wohlsten, wie auf der Couch mit Bier und Chips. Gestern gelingt den Bernern in ihrem Wohnzimmer der 40. Sieg in Serie (Meisterschaft und Cup). Der 13:2-Kantersieg gegen Rychenberg – dieser Gegner hat den Meister als letztes Team, im Februar 2007, in Zuchwil besiegt – ist bereits der zehnte Meisterschafts-Erfolg en suite. Zudem ist es schon Wiler fünftes «Stängeli».

Rychenberg chancenlos

Auch Rychenberg Winterthur muss in Wiler-Ersigens Wohnzimmer im «Schämi-Egge» Platz nehmen. Nur mit zwei Linien sind die Zürcher chancenlos. Der SVWE macht sehr viel Druck nach vorne, spielt ein aggressives Pressing und arbeitet den Gegner regelrecht vom Feld. Rychenberg fehlt bei der schnellen Spielweise der Gastgeber schlicht die Zeit, um etwas Konstruktives zu kreieren. Die 15:0-Gala vom Vorabend gegen Grünenmatt scheint den Zürchern nicht gut bekommen zu sein.

Zwei wegweisende Powerplay-Tore

Nach 26 Sekunden im Mitteldrittel kommen die Gäste nochmals auf 1:2 heran. Mehr als ein Strohfeuer ist das aber nicht. Als Wittwer (28.) und Zimmermann (31.), jeweils im Powerplay auf 5:1 erhöhen, ist die Gegenwehr der Winterthurer gebrochen. Sie fallen mit der Fortdauer der Partie regelrecht auseinander und werden kurzerhand aus dem Wohnzimmer geworfen.

Mit fünf Toren überragt Adrian Zimmermann gestern alle. Wiler-Ersigens Rumpelstürmer fegt wie ein Tornado durch seine Lieblingshalle – die Rychenberger können nur noch verwundert zuschauen. «Fünf Tore, das kommt selten vor», sagt er und lacht. «Es ist in unseren Köpfen drin, dass wir hier immer gut spielen», so «Zimmi» zum Zuchwiler Hallen-Geheimnis.

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