Rund 50 Mitglieder des Vereins helfen mit und machen diesen Grossanlass überhaupt erst möglich.» Diese Tatsache will OK-Präsident Matthias Meier ganz besonders betonen. Er ist erst 24 Jahre alt, was für eine solche Aufgabe doch erstaunlich jung ist. «Wir haben ein eingespieltes Team, da ist es eigentlich nicht so schwierig, die Präsidentenrolle zu übernehmen.»

Das hochklassige Feld am Freitagabend mit der Prüfung 10 über 135 Zentimeter komme vor allem wegen der perfekten Infrastruktur nach Balsthal, ist Meier überzeugt. Die Namen auf dem Podest beeindrucken: Bronislav Chudyba, Rudi Wallerbosch, Henri Sturzenegger. Mit Geld werde aber niemand angelockt, ganz im Gegenteil: «Auch die professionellen Reiterinnen und Reiter müssen das Startgeld zahlen, da gibt es keine Ausnahmen», sagt der OK-Präsident. «Wir geben uns Mühe, faire Bedingungen für alle zu schaffen und das spricht sich herum. So können wir an den 18 Prüfungen insgesamt wieder rund 1000 Starts an drei Tagen vermelden.»

Der Samstag stand mit Prüfungen zwischen 75 und 100 Zentimetern im Zeichen des Nachwuchses und der Hobbyreiter. «Es hat sehr viele Reiterinnen und Reiter aus der Region, die in diesen Kategorien an den Start gehen», erklärt Meier. «Unsere Mitglieder sollen nicht nur beim Fest arbeiten. Sie dürfen auch selber reiten, das kriegen wir organisatorisch schon hin.» So freute sich Matthias Meier besonders über den Sieg von Melanie Strebel, die für den Verein auch im Sekretariat mitarbeitet.

Dem Kavallerie Reitverein Balsthal-Thal geht es sehr gut. «Wir haben keine Probleme», sagt Präsident Roland Nussbaumer. Von den ziemlich genau 100 Mitgliedern reitet die Hälfte aktiv. «Wir haben viele gute Juniorinnen.» Dass sich viel mehr Mädchen als Jungs fürs Reiten interessieren, empfindet Meier als halb so schlimm.

In Balsthal gibt es sowohl in der Halle als auch im Freien je einen Quarzsandplatz. «Das ist ideal», sagt Matthias Meier, «denn ein normaler Boden wäre bei dieser Hitze viel zu hart – und wenn es regnet viel zu weich. Mit diesem Platz haben wir bei jedem Wetter ideale und absolut faire Verhältnisse vom ersten bis zum letzten Reiter.»

Auf den aus der militärischen Vergangenheit stammenden Namen Kavallerie Reitverein ist man im Thal stolz. «Er zeugt von unserer grossen Tradition», erklärt Vereinspräsident Roland Nussbaumer. Weiterhin werden nur Reiterinnen und Reiter aus dem Thal in den KRV Balsthal-Thal aufgenommen. «Das hat den grossen Vorteil, dass wir ein lebhaftes Vereinsleben pflegen. Auswärtige würden vielleicht nur von der guten Infrastruktur profitieren aber nicht mitarbeiten.»

Heute Sonntag geht der Concours in Balsthal mit Prüfungen von 110 bis 125 Zentimetern weiter.