Die 30 jährige Lommiswilerin begann im Jahre 2000 ihre Mountainbike Karriere. Bereits vier Jahre später wurde die damalige Kantonsschülerin in Les Gets Juniorinnen-Weltmeisterin im MTB Cross Country. 2008 wurde Schneitter bei den U 23 Fahrerinnen in St. Wendel Europameisterin.

Im gleichen Jahr wurde Schneitter in Peking, wo die Deutsche Weltklassefahrerin Sabine Spitz Olympiasiegerin wurde, als zweite Schweizerin hinter Petra Henzi (8.) fünftzehnte bei ihrer einzigen Olympia Teilnahme.

2010 feierte Nathalie Schneitter bei der WM Hauptprobe in Chambéry im Wallis ihren einzigen Weltcupsieg. Bei den Heim-Weltmeisterschaften im Jahre 2011 in Chambéry gewann Schneitter, die im gleichen Jahr in Plaffeien Schweizermeisterin geworden war, im Team Relay mit der Schweizer Nationalmannschaft zusammen mit dem Olympiasieger von Rio Nino Schurter, Lars Forster und Thomas Litscher hinter Frankreich WM Silber.

Ein Rückschlag ist einer zu viel

Dazu belegte sie im Frauenrennen als beste Eidgenossin den fünften Rang. Im Jahre 2012 kam dann in La Bresse beim Weltcuprennen und letzten Selektionsrennen für die Olympischen Spielen in London der Tiefschlag nach einem schweren Sturz und einem Schlüsselbeinbruch, von dem sie sich nie mehr ganz erholte.

Immerhin 2015 wurde Nathalie im Nachbardorf Langendorf hinter Katrin Stirnemann aber vor Jolanda Neff noch einmal SM-zweite, und in diesem Jahr, wo sie sich ebenfalls nicht für Rio und die EM in Schweden und WM in Tschechien qualifzieren konnte, zeigte Schneitter ihre Ausdauer als zehnte bei der MTB Marathon WM in Frankreich.

Bereits im Oktober dieses Jahres wird Nathalie Schneitter ihren neuen Job in der Eventorganisation des Zürcher Erwin Flury übernehmen, die auch die Solothurner Bike Days betreut. «Ich bleibe also dem Rennsport erhalten, der bisher mein Leben war, und ab und zu auch im nächsten Jahr wieder Rennen, aber nicht mehr als Spitzensportlerin bestreiten. Ich kann mir ein Mixt mit Enduro und MTB Bike Marathon ganz gut vorstellen», war von Nathalie Schneitter zu ihrem Rücktritt vom Spitzensport und der Nationalmannschaft zu hören.