Tennis
Routinier Kuhn gewinnt das Generationenduell gegen Youngster Lanz

Im Final der 67. Solothurner Meisterschaften in Grenchen lässt Routinier Christoph Kuhn (Neuendorf) Timo Lanz (Hägendorf) im Duell der einzigen R1-Spieler keine Chance: 6:2, 6:3.

Pius Rüegger
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Final der Solothurner Tennis-Meisterschaft
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Christoph Kuhn ist neuer Solothurner Tennis-Meister
Ein Alters-, aber auch ein Grössenunterschied zwischen Christoph Kuhn (links) und Timo Lanz.
Timo Lanz mit einer wuchtigen Vorhand.
Christoph Kuhn lässt sich bei der Rückhand nicht stressen.
Timo Lanz wurde zu Beginn des Spiels richtiggehend überfahren.
Christoph Kuhn brillierte auch mit seinem Aufschlag.

Final der Solothurner Tennis-Meisterschaft

Hans Ulrich Mülchi

«So klar habe ich es nicht erwartet», gesteht der für Grenchen angetretene Jungsenior. Der 42-Jährige wollte langen Ballwechseln aus dem Weg gehen, um sich gegen seinen läuferisch stärkeren Antipoden in Vorteil zu bringen. «Ich bin ein Grundlinienspieler und fühle mich am Netz nicht so wohl», erklärt der im Verkauf tätige Kuhn. Und in Anbetracht des Altersunterschieds von 24 Jahren wollte der Gäuer einen dritten Satz vermeiden. «Im ersten Satz beging ich fast keine Fehler», sagt der neue Kantonalmeister, der im Viertelfinal nach Rückzug des Gegners kampflos weiterkam. Im Halbfinal gewann er gegen den Grenchner Tennislehrer Roger Schenk relativ klar.

«Am Anfang hat es mich ‚verschossen’, alles ist ihm gelungen, jeder Service, jede Vorhand», kommentiert Timo Lanz den schnellen 0:5-Rückstand. Der 18-jährige Absolvent der Sportklasse an der Kantonsschule Solothurn setzte auf die Hoffnung, dass Kuhn nicht mehr mit dieser Qualität weiter spielen könne. «In den zweiten Satz bin ich besser gestartet und kam auch besser mit den windigen und regnerischen Verhältnissen zurecht», analysiert der Youngster des TC Belchen. Im Viertelfinal gegen den Utzenstorfer R4-Mann Patrick Schneider musste Lanz einen Satz abgeben. Im Halbfinal gegen den Solothurner Arno Kowalski setzte er sich dann mit der Höchststrafe von 6:0, 6:0 durch.

Yvonne Stampfli mit drei Siegen

Nur vier Spielerinnen traten bei den Frauen an. Zur Erkürung der Kantonalmeisterin wurde deshalb das Gruppenformat gewählt, sodass jede Gemeldete drei Spiele hatte. Die 34-jährige R2-Spielerin Yvonne Stampfli (Solothurn) von Sporting Derendingen setzte sich gegen ihre Konkurrenz aus der R3-Klasse mit jeweils Zwei-Satz-Siegen erwartungsgemäss durch. «Schade, dass nicht mehr Spielerinnen teilnahmen», bedauert OK-Präsident Stefan Glauser. Allerdings bleibt es nicht beim Bedauern: «Wir müssen hier in eine andere Richtung gehen und dies zusammen mit Solothurn Tennis anschauen».

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