Radsport
Roth-Skoda ist definitiv «Pro Continental»

Was sich letzte Woche bereits abgezeichnet hat, ist nun Tatsache. Nach gerade mal einem Jahr in der «Continental»-Divison steigt das Team Roth-Skoda in die «Pro Continental»-Divison, der zweithöchsten im Radsport, auf.

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Das Team Roth-Skoda hat den Aufstieg in die "Pro Continental"-Division geschafft.

Das Team Roth-Skoda hat den Aufstieg in die "Pro Continental"-Division geschafft.

Felix Gerber

Mit Paris-Tours Espoirs (UCI Kategorie 1.2U), dem eigentlichen Saisonfinale für die U23-Fahrer, beendete das Team Roth-Skoda am Sonntag ein sehr erfolgreiches Radsportjahr. Diesmal verpassten die Fahrer des Schweizer Teams die entscheidende Fluchtgruppe. Dylan Page kam mit dem ersten Verfolgerfeld ins Ziel und sprintete auf den 20. Schlussrang.

Dafür darf das Team Roth-Skoda auf einer anderen Ebene einen spektakulären Erfolg melden: Nach nur einem Jahr in der Division «Continental» steigt die Mannschaft bereits auf die kommende Saison 2016 in die Division "Pro Continental" auf. «Wir sind sehr glücklich, dass wir alle Bedingungen der UCI erfüllen können», sagt Manager Roberto Marchetti.

Zur ersten Division «World Tour» gehören 17 Teams und nur 20 Teams konnten für die zweite Division «Pro Continental» eine Lizenz ergattern. «Unser sportliches Hauptziel wird im Sommer die Tour de Suisse sein. Und auch als Pro-Conti-Team wollen wir unsere U23-Hoffnungen an die Weltspitze heranführen», verspricht Marchetti.

Die meisten der jungen Schweizer Fahrer werden deshalb weiter ihren Platz behalten. «Es braucht aber auch den einen oder anderen erfahrenen Radprofi, von denen die Nachwuchsfahrer lernen können.» Die Zusammenstellung des Kaders wird Marchetti in den nächsten Tagen bekanntgeben.

Zwei WM-Silbermedaillen

Die Erfolge dieses Jahres können sich sehen lassen: Dank mehreren Siegen in wichtigen Rennen schaffte es Andrea Pasqualon auf den tollen Rang 19 der Europe Tour. Die U19-Junioren Robin Froidevaux und Joab Schneiter gewannen Silber an der Bahn-WM, Marc Hirschi ist Schweizer Meister bei den Junioren und gewann mit dem GP Rüebliland und dem GP Général Patton zwei der wichtigsten Rundfahrten für Junioren.

Dazu kamen vielbeachtete Siege bei nationalen Rennen: Lukas Jaun gewann den GP Olten, Tristan Marguet den GP Osterhas. Von den Junioren gewannen Jonas Döring den GP Malcantone und Marc Hirschi den GP Montreux – um nur ein paar wenige Erfolge aufzuzählen. Die Liste wäre noch viel länger, und vielleicht kommt an der Bahn EM im Grenchner Velodrome Suisse noch ein weiterer dazu, wenn Tristan Marguet am Donnerstag für die Schweiz im Scratch an den Start geht.

Nicht weniger als 10 verschiedene Fahrer sammelten mit Spitzenplätzen in hochdotierten Rennen zusammen 512 UCI-Punkte. Herausragend Alberto Cecchin, der zum Beispiel den Klassiker Trofeo Alcide Degasperi gewann. Das Team Roth-Skoda beendet somit seine erste Saison in der Europe Tour auf dem sensationell guten 27. Rang. Roberto Marchetti: «Die Begeisterung ist gross. Jetzt bereiten wir uns mit Elan auf die noch viel grösseren Herausforderungen als Pro-Conti-Team vor.»

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