Die Alt Hilari-Musik Grenchen, in deren Reihen auch ehemalige National Liga A Spieler zu erkennen waren, spielte zum Auftakt der alljährlich stattfindenden Hauptversammlung der Solothurner Fussballveteranen und sorgte dafür, dass die Teilnehmer gleich von Anfang an in bester Stimmung waren.

Der Vorsitzende Peter Schaller freute sich, bei seiner Begrüssung prominente Gäste erwähnen zu dürfen, allen voran Regierungsrat Remo Ankli und alt Regierungsrat Klaus Fischer wie auch Stadtpräsident François Scheidegger. Auch Vertreter des Kantonalen Fussballverbandes SKFV, der Schweizerischen Veteranen-Vereinigung und viele Delegationen anderer Kantonal-Verbände leisteten der Einladung Folge.

Die Mitgliederzahl der Solothurner Fussballveteranen-Vereinigung nähert sich der eintausender Grenze und dürfte zu den grössten Vereinen im Kanton zählen. Leider musste im verflossenen Jahr von neun Kameraden für immer Abschied genommen werden. Ihnen wurde, mit musikalischer Bergleitung, in einer Schweigeminute gedacht. Als erster überbracht Zentralpräsident Hansruedi Jakober Grüsse von der schweizerischen Vereinigung.

Er gratulierte an dieser Stelle der Nationalmannschaft, die mittlerweile zu den Top Ten gehöre, für die WM-Qualifikation und liess seine Vorfreude auf gute Spiele und Übertragungen aus Brasilien durchblicken. Stadtpräsident François Scheidegger seinerseits stellte seine Gemeinde am Jura Südfuss als Uhren und Fussballstadt vor, wobei er mit dieser Feststellung teils wohl gar etwas in Nostalgie schwelgte.

Auch gab er seiner Hoffnung Ausdruck, der Uhrencup möge eine Wiederauferstehung erleben. Die Bekanntgabe, dass die Einwohner- und Bürgergemeinde Grenchen die Kosten für Kaffee und Dessert übernehme, fand selbstverständlich lobende Anerkennung. Für den FC Wacker Grenchen, der die Organisation der Tagung übernommen hatte, sprach deren Ehrenpräsident Christian Schlup.

Regierungsrat Remo Ankli strich den Wert des Sports allgemein und jenen des Fussballs im Besondern hervor. Er verdankte an dieser Stelle die unzähligen Stunden, welche für Vereinsarbeiten geleistet werden, zum grössten Teil ehrenamtlich und nicht zuletzt auch von Senioren und Veteranen. Die Traktanden vier, fünf und sechs wurden diskussionslos verabschiedet. Einzig bei den Budgetinformationen wurde der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass nicht wie vorgesehen ein Ausgabenüberschuss verbucht werden müsse, sonder in einem Jahr zumindest eine ausgeglichene Rechnung präsentiert werden könne.

Wie angekündigt, hatte der bisherige Präsident Peter Schaller seine Demission angekündigt.Ohne Umschweife präsentiert er gleich den nominierten Nachfolger in der Person von Rolf Lüdi. Der 59-jährige bringt bereits Erfahrungen in Vereinsführungen mit, wenn auch in andern Sparten. Vom Beruf ist Lüdi Anlageberater bei einer Grossbank, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und wohnt in Grenchen, spielte selber aktiv Fussball, obschon er es selber nicht wie sein Bruder bis in die Nationalmannschaft brachte. Einstimmig und mit grossem Applaus wird Rolf Lüdi zum neuen Präsidenten der Solothurner Fussball-Veteranen Vereinigung gewählt. Er erklärte Annahme der Wahl und freue sich auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Vorstand, der anschliessend in globo gewählt werden konnte.

Die nächste Jahrestagung wird in Kestenholz stattfinden und vom einheimischen FC, der dann sein 100-jähriges Bestehen feiern kann, organisiert. Letztmals durfte der abtretende Präsident Peter Schaller Ehrungen vornehmen. Nicht weniger als vierzehn über 80-Jährige waren anwesend und durften als Zeichen ihrer Vereinstreue eine Flasche Wein entgegen nehmen. Sekretärin Anita Schneider wurde mit dem goldenen Verdienstabzeichen geehrt.

Alt Regierungsrat Klaus Fischer hielt abschliessend die Laudatio für den scheidenden Präsidenten Peter Schaller. Beide wurden im Jahre 2005 gewählt. Schaller zum Präsidenten und Fischer zum Regierungsrat und seither sei er regelmässig als Gast an den Jahrestagungen anwesend gewesen, so Fischer. Für den Fussball habe Schaller drei wichtige Stationen durchlebt.

Zuerst als Spitzenfussballer, dann als Trainer und zuletzt als Funktionär. Auch von Seiten des Vizepräsidenten Hans Flückiger durfte der abtretende Präsident Worte des Dankes entgegen nehmen. Doch nicht nur Worte, sondern auch den Vorschlag zur Wahl als Ehrenpräsident. Dieser Ehrung stimmte die Versammlung mit frenetischem Beifall zu.