Hornussen
Recherswil-Kriegstetten überrascht in Höchstetten

Recherswil-Kriegsetten siegt in Höchstetten dank Nummer. Gerlafingen-Zielebach gewinnt vorgeholtes Spiel, aber verliert tags darauf die dritte Runde. In Zuchwil müssen sich beide Teams beim ersten Streich eine Nummer notieren.

Bernhard Salzmann
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Die Recherswiler beim Abtun.

Die Recherswiler beim Abtun.

Oltner Tagblatt

Am Samstag spielten die Gerlafinger die 10. Meisterschaftsrunde vor. Gegen die Seeländer aus Epsach war das Heimteam zu favorisieren. Bei blauem Himmel und variierenden Windbedingungen legte das Heimteam eine mässige Schlagleistung vor. Doch auch Epsach musste sich einige Fehlstreiche schreiben lassen. Mit 40 Punkten Vorsprung konnte Gerlafingen den zweite Umgang in Angriff nehmen. Erneut schlichen sich einige kürzere Streiche ein. Da aber auch Epsach sich nicht steigern konnte, überschlugen die Emmentaler den Gast um 93 Punkte. Im Ries arbeiteten beide Teams sehr gut und konnten sich trotz schwierigen Sichtverhältnissen null Nummern schreiben.

Tags darauf stand für Gerlafingen-Zielebach die Partie der dritte Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Mit Wasen-Lugenbach war die stärkste Equipe aus dem Emmental zu Gast und demzufolge zu favorisieren. Nach dem 1. Umgang lag aber das Heimteam noch 12 Punkte voraus. Dies, obschon die Platzherren ein paar kürzere Streiche schlugen und sich sogar eine Null schreiben lassen mussten. Aber eben, auch bei den Gästen harzte es gewaltig bei der Arbeit am Bock. Im Ries gab es bei Gerlafingen zwei brenzlige Situationen. Mit dem notwendigen Wettkampfglück und gutem Einsatz blieben sie aber sauber. Im zweiten Umgang konnte sich das Heimteam, wie am Vortag, bei etwas wechselnden und wirbelnden Windverhältnissen, nicht steigern. Wasen-Lugenbach jedoch steigerte sich nun am Bock und verdiente sich mit sehr guter Riesarbeit die 4 Rangpunkte. Gerlafingen blieb im Ries erneut sauber, sicherte sich 2 Rangpunkte und festigte seinen Platz im vorderen Bereich der Tabelle.

Für die dritte Runde reiste Recherswil-Kriegstetten zum Titelfavoriten und Nachbarn Höchstetten. Sonnenschein und eine kühle Bise begleiteten die Spieler durch den Tag. Das Heimteam war klar zu favorisieren. So startete es gleich fulminant mit 693 Punkten in den ersten Durchgang. Für die Gäste war diese Vorlage mit ihrem Potential kaum zu erreichen. Aber wie Hornussen so ist, gehört die Riesarbeit ebenso zum Spiel. Beim dritten Schläger der Gäste fand der zweite Hornuss den Weg durch das ganze Ries, ohne dass er von einem Höchstetter erspäht werden konnte. So mussten die Gastgeber eine Nummer schreiben. Dies änderte den Spielverlauf. Die Schlagleistung wurde ab diesem Moment zweitrangig und die Solothurner setzten alles daran, dass sie alle Hornusse abwehren konnten. Dies gelang ihnen mit einer geschlossen Mannschaftsleistung. Dieser Sieg kam unerwartet und die Gäste wurden trotz dürftiger Schlagleistung sehr gut für ihren Einsatz belohnt.

In Zuchwil war am Samstag Rüderswil zu Gast. Dem Aufsteiger aus dem Emmental verlief der Start nicht nach Wunsch. Schon der erste Streich musste gut geschrieben werden. Den Solothurnern gelang mit 686 Punkten ein guter erster Umgang. Sie waren fest entschlossen, alle Hornusse der Gäste abzufangen. Doch gleich nach dem 1. Streich von Rüderswil war die Partie wieder ausgeglichen, denn der Hornuss fiel ungesehen im Ries zu Boden. An die Punktzahl der Solothurner kamen die Emmentaler aber nicht heran. Der Gastgeber konnte im zweiten Umgang sogar noch etwas aufdrehen und gewann mit 203 Punkten Vorsprung. Im Ries waren nach den beiden ersten Streichen beiden Teams bereit, es gab keine weitere Nummeros.