Motorrad
Randy Krummenacher zu Gast im Businessclub

Seit er dreieinhalb Jahre alt ist, sitzt er auf einem töffartigen Gefährt. Seit 2007 ist Randy Krummenacher Töff-Profi, die ersten vier Jahre auf einer 125 cm3-Maschine, seit 2011 fährt er in der Moto2 an der Seite anderer Schweizer.

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EHCO-Businessclub mit Töff-Profi Randy Krummenacher (Mitte)

EHCO-Businessclub mit Töff-Profi Randy Krummenacher (Mitte)

Zur Verfügung gestellt

Wer nicht gerne fliegt, hat im Töff-Zirkus nichts verloren. Gemeint sind dabei nicht in erster Linie die Abflüge, von denen auch Randy Krummenacher in seiner Karriere leider schon genug erlebte, sondern die schnellen Etappenortwechsel im Rahmen der WM. Am 29. März wurde die neue Töff-Saison in Losail mit dem GP von Qatar lanciert, zwei Wochen später ging’s nach Austin an den GP der USA und am 19. April hiess beim GP von Argentinien die nächste Station Termas de Rio Hondo.

Bevor er nach Jerez zum GP von Spanien am 3. Mai weiterreiste legte der Moto2-Pilot einen Stopp beim Businessclub des EHC Olten ein. «Bereits im Alter von dreieinhalb Jahren bin ich erste Rennen auf einem Pocket Bike gefahren», verrät der 25-jährige Zürcher, der von seinem Vater Peter, der früher selbst erfolgreich Töffrennen fuhr, mit dem Töffvirus infiziert wurde. Kaum hatte Randy Krummenacher seine Profi-Karriere mit 17 Jahren gestartet, stand er in seiner ersten ganzen WM-Saison in Barcelona dank Rang 3 auf dem 125 cm3-Podest.

Viele Verletzungen

Im weiteren Verlauf seiner Profi-Karriere musste Krummenacher auch viele Tiefs überstehen, meist verursacht durch Verletzungen. «Schlimm waren dabei vor allem Gehirnerschütterungen, die früher etwas zu sehr auf die leichte Schulter genommen wurden», so der Zürcher, der sich in der Folge auch dank eines Eishockeyarztes einer Top-Betreuung sicher war. Gewisse bange Momente hatte Krummenacher auch vor der Töff-Prüfung, die er erst mit 20 Jahren anging. «Da war ich noch nervöser als vor einem Rennen und zum Glück kannte ich den Experten schon zuvor.»

Mittlerweile ist Krummenacher auch auf der Rennstrecke erfahrener und abgehärteter geworden. «Mich bringt man nicht mehr so schnell aus der Fassung und ich lasse mir auch nicht mehr alles gefallen.» Sportlich gesehen hat es in dieser Saison mit Top-Ten-Platzierungen noch nicht gereicht. «Mir läuft es aber immer besser und ich bin zuversichtlich für die Zukunft.» Sehr gut gefalle es ihm in seinem neuen Team, dem italienischen JiR Racing Team von Gianluca Montiron. Gut möglich, dass aus Schweizer Sicht bald auch Krummenacher wieder für Podestplätze sorgen wird.

«Ich setze mich selbst aber nicht unter Druck, auch was einen möglichen Wechsel in die MotoGP angeht.» Klar wolle er irgendeinmal in der Königsklasse starten, sagt der 25-jährige Zürcher auf eine entsprechende Frage von Moderator Speedy Raphael Galliker, doch auch der Italiener Valentino Rossi gewinne mit seinen 36 Jahren noch Rennen.

Besuch von Eishockeyspielen

Krummenacher gab den zahlreich erschienenen EHCO-Businessclubmitgliedern auch Auskunft über seine Trainingsmethoden. «Gerade in koordinativer Hinsicht trainieren wir auf dem Trockenen ähnlich wie die Skifahrer.» In der Nähe von Eis sieht man den Zürcher bisher noch nicht so viel, wobei er schon ab und zu ein Eishockeyspiel am Spengler Cup anschauen geht.

Und eines hat Krummenacher Moderator Galliker noch versprochen, bevor er als Geschenk ein EHCO-Leibchen mit seinem Namen und seiner Rückennummer 4 drauf in Empfang nehmen durfte: «Ich komme sehr gerne ́mal an ein EHCO-Heimspiel in der nächsten Saison.» Dies gilt übrigens auch, falls Krummenacher wirklich Vollgas gibt in dieser Saison und Weltmeister werden würde. Text: rga