Der fünfte Lauf des Argovia Cup, der in Langendorf stattfand, bot sehr guten Sport. Das Olympische Cross-Country-Rennen wurde erstmals als UCI-2-Lauf ausgetragen. Der letztjährige Eliminator-Weltmeister, Ralph Näf, vom Schweizer BMC-Team gewann das 29,2 km lange Rennen vor dem jetzt in Oberägeri wohnhaften Baselbieter Nicolas Rohrbach und dem Berner Oberländer Daniel Eymann.

«Das war für mich bei meiner ersten Teilnahme hier ein gutes Rennen auf einer coolen Strecke. Wichtig war auch, dass ich nach der WM in Südafrika und dem Weltcupfinal in Hafjell in der Nähe von Lillehammer noch ein UCI-Rennen fahren konnte», hielt Näf fest. Und: «In Norwegen werde ich sowohl den Eliminator Sprint wie das Cross-Country-Rennen fahren. Und am Sonntag nehme ich in Baden am Süper Cross teil.»

Sohn des OK-Chefs auf Rang vier

Guter Vierter wurde der Langendorfer Jonas Loretz, der jüngste Sohn des OK-Vizepräsidenten Christof Loretz. «Mir ist es nach dem 5. Rang im Eliminator Sprint sehr gut gelaufen. Ich konnte bald ein gutes Tempo fahren, aber leider musste ich schon früh die Dreierspitze mit Näf, Rohrbach und Eymann ziehen lassen. Am Schluss konnte ich dann meine Konkurrenten im Kampf um den vierten Platz im Aufstieg noch stehen lassen», so der U23-Fahrer. Guter Sechster wurde der Neo Laupersdorfer Jonas Baumann und der Niedergösger Severin Sägesser zehnter des Hauptrennens.

Schneitter Vierte

Bei den Frauen triumphierte die 39-jährige WM-Bronzemedaillengewinnerin und Olympiafünfte von London, Esther Süss. Dieses vor der kanadischen Weltmeisterin von 2011 in Chambéry, Catherine Pendrel, und der Eliminator-WM-Fünften, Kathrin Stirnemann. Süss liegen wohl die Rennen in und um Solothurns Kantonshauptstadt. Denn die Küttigerin hatte zuvor schon viermal das BMC-Racing-Cup-Rennen in Solothurn gewonnen.

«Hier bin ich allerdings zum ersten Mal gestartet. Ich finde die abwechslungsreiche Strecke sehr cool, und wegen der starken Konkurrenz war es auch ein lässiges Rennen. Catherine Pendrel konnte ich erst im letzten Aufstieg nach einer Konterattacke entscheidend abhängen», sagte die Weltklassefahrerin.

Nicht enttäuscht

Pendrel war trotz ihrer Niederlage nicht enttäuscht. «Das war ein sehr schönes Rennen. Nachdem ich einen Rückstand von rund 15 Sekunden a wieder gutmachen konnte, lancierte ich in der letzten Runde im Wald einen Angriff. Leider konnte ich dann Esther im letzten Aufstieg nicht mehr folgen.» Am Samstag werden die zwei in Norwegen beim Weltcup-Final wieder aufeinandertreffen.

Lokalmatadorin Nathalie Schneitter konnte das hohe Tempo der Erstklassierten nicht lange halten und wurde schliesslich Vierte. «Am Anfang hatte ich etwas Mühe vor allem in den Technischen Passagen lief es mir nicht wie gewünscht. Erst auf der letzten Runde konnte ich dann zum Glück noch etwas zusetzen.» Es habe Spass gemacht, so Schneitter, zwei Runden lang mit der Selzacherin Juniorin Rebecca Rudolf von Rohr zu fahren. Letztere fuhr als Fünfte ein Superrennen.

Trotz Krämpfen auf Rang zwei

Bei den Junioren belegte der für das Solothurner Tropical fahrende Nicolas Fischer hinter dem Aargauer Robin Gemperle trotz Krämpfen den zweiten Platz. Der Gretzenbacher Manuel Fasnacht folgte nach einer harten Trainings Woche auf Rang vier. «Die ersten zwei Runden liefen für mich sehr gut, doch dann machte sich das harte Training im Hinblick auf den Weltcupfinal bemerkbar», so der junge Niederämter.