Automobil
Rahel Frey: «Nun will ich Gas geben, Vollgas sogar»

Ein Abstecher zu den Eltern nach Aedermannsdorf, Trainingseinheiten in Deutschland, Tests und PR-Auftritte in Spanien und ein teaminterner Anlass in Finnland: Die 26-jährige Solothurnerin Rahel Frey startet Ende April in ihre zweite DTM-Saison.

Ruedi Kuhn
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Die Solothurnerin Rahel Frey (3. vr.) freut sich, dass Audi ihren Vertrag verlängert hat, und will in ihrer zweiten DTM-Saison durchstarten. ZVG/Audi

Die Solothurnerin Rahel Frey (3. vr.) freut sich, dass Audi ihren Vertrag verlängert hat, und will in ihrer zweiten DTM-Saison durchstarten. ZVG/Audi

Rahel Frey ist bei Audi als Automobilrennfahrerin und als Repräsentantin gefragt. Für die 26-Jährige macht Abwechslung das Leben süss. Sie läuft auf und neben dem Asphalt auf Hochtouren und sagt: «Die Vorbereitung auf die neue Saison war eine grosse Herausforderung. Ich habe viel gelernt und hoffe, dass ich die Fortschritte von den Tests in die Rennen übertragen kann.»

Mit viel Selbstvertrauen und Ehrgeiz

Dass der Rennsport nicht nur von Glamour, Glanz und Gloria geprägt ist, weiss Frey. Die zierliche Blondine wird in erster Linie an ihren sportlichen Leistungen gemessen. Das Lehrjahr ist vorbei. In ihrer zweiten Saison an den Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) ist die Zielvorgabe höher als im Vorjahr. Wächst damit auch der Druck? Frey verneint die Frage und sagt: «Ich setze mich immer unter Druck und will mich dauernd verbessern.»

Was heisst das konkret? Liegen für Frey sogar Punkteränge drin? «Das ist mein mittelfristiges Ziel. Primär muss ich mich in den Qualifyings und bei den Rennstarts steigern», erklärt die junge Frau. Ihr Selbstvertrauen und ihr Ehrgeiz sind gross. Ob ihr Optimismus begründet ist, wird die Zukunft zeigen.

Ziele verwirklichen

Audi jedenfalls setzt nochmals voll auf sie. Der Teamwechsel von Phoenix zu Abt Sportsline soll ihr bei der Verwirklichung der Ziele helfen. Frey freut sich und sagt: «Abt Sportsline gilt seit Jahren als das erfolgreichste Audi-Einsatzteam. Hier zu fahren, ist der Wunsch jedes Werkfahrers. Für mich ging dieser Wunsch schon mal in Erfüllung.» Von ihren Teamkollegen, den DTM-Champions Mattias Ekström und Timo Scheider, kann sie viel profitieren.

«Was die Erfahrung, das technische und strategische Wissen betrifft, sind mir Mattias und Timo einen Schritt voraus», schätzt Frey die aktuelle Situation ein. «Ich kann diese Lücke nur schliessen, wenn ich ihre Tipps und Tricks annehme und befolge.» Ende April, mit dem ersten Rennen am Hockenheimring, startet die DTM in ein neues Zeitalter. Mit BMW erhalten Audi und Mercedes bei den zehn Rennen und dem Showevent in München einen neuen Konkurrenten. Für Frey geht es in erster Linie darum, das Vertrauen von Audi zu rechtfertigen.

Physisch und mental vorbereitet

Dass der Automobilkonzern im Februar ihren Vertrag um ein Jahr verlängert hat, ist nicht selbstverständlich. Die Thaler Rennamazone verdeutlicht ihre Ambitionen mit klaren Worten: «Dass mir Audi eine zweite Chance gibt, macht mich stolz. Es zeigt, dass die Verantwortlichen meine Werte erkannt haben. Ich habe mich im Winter physisch und mental auf eine harte Saison vorbereitet. Nun will ich Gas geben, Vollgas sogar.»