Unihockey
Qualifikationssieg: Der SV Wiler-Ersigen verliert und jubelt dennoch

Paradoxe Situation für den SV Wiler-Ersigen. Obwohl man im Derby gegen die Tigers Langnau den ersten Nuller der Saison einzog (7:10-Niederlage) so konnte das Team doch jubeln. Da auch der erste Verfolger Alligator Malans verlor, ist dem SVWE der Qualifikationssieg, und somit die beste Ausgangslage vor den Playoffs nicht mehr zu nehmen.

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Die Wiler Trainercrew um Thomas Berger (Bildmitte) führte das Team zum Qualisieg.

Die Wiler Trainercrew um Thomas Berger (Bildmitte) führte das Team zum Qualisieg.

HUM

Die erste Ära Berger brachte dem SV Wiler Ersigen (SVWE) acht Qualifikationssiege in acht Jahren, sieben Mal endete die Saison auch mit dem Meistertitel. Und auch das erste Jahr nach dem Comeback des Erfolgstrainers wird den SVWE wieder an der Spitze nach der Qualifikation sehen.

Waren die Qualifikationssiege in der ersten Ära, als der SVWE die Liga nach Belieben dominierte, fast schon Normalität, so konnte der diesjährige Triumph nicht erwartet werden. Der Umbruch ist in vollem Gang, die Entwicklung der neuen Generation steht im Vordergrund, auch wenn die Anker nach wie vor die Titulare der Erfolgsgeneration um den unverwüstlichen Matthias Hofbauer bilden.

Und dass das Projekt längst nicht abgeschlossen ist, zeigte die gestrige Partie. Ohne Captain Väänänen und Routinier C. Hofbauer sowie die aufstrebenden Youngsters Rentsch (alle verletzt)und D. Känzig (U21) zeigte das Team im Derby gegen die Tigers eine der schwächsten Saisonleistungen.

Dies war vorwiegend auf die mangelhafte Einstellung zurückzuführen. Selbst eine frühe 2:0-Führung sollte sich als trügerisch herausstellen. Auch wenn es keiner zugeben wird, im Hinterkopf war die beschränkte Wichtigkeit der Partie bei allen verankert.

Insbesondere die Bereitschaft in der Defensive hart zu arbeiten, sei es mit der Blockarbeit oder dem defensiven Umschaltspiel war höchst mangelhaft, zumal die Tigers giftig und spritzig agierten. Was auch zu erwarten war, für die Langnauer geht es ja noch darum, sich eine möglichst gute Position zu sichern.

Und als der SVWE im Schlussdrittel beim Stand von 4:6 eine Reaktion zeigte und das Heimteam regelrecht einschnürte, kam auch noch Pech dazu. Mendelin traf den Innenposten, der Abpraller wurde zum perfekten Konter und brachte das entscheidende 4:7.

Danach entwickelte sich das Spiel beidseits so wie es für den SVWE aufgrund der Ausgangslage wohl schon Beginn weg war: Ein Testspiel unter Trainingsbedingungen, wo beide Teams sich vor allem ums Toreschiessen kümmerten. Dies dürfte der Trainercrew um Thoms Berger zwar kaum schmecken, aber es liefert dem Wiler Trainerstab immerhin Argumente, im Training die Schraube hinsichtlich der anfangs März beginnenden Playoffs deutlich anzuziehen

Telegramm

Tigers Langnau - Wiler Ersigen 10:7 (2:2, 4:2, 4:3)

Espace Arena Biglen: 500 Zuschauer. SR: Schüpbach /Studer.

Tore: 12. M. Hofbauer (0:1), 13. Wittwer 0:2, 16. 1:2, 19. 2:2, 23. 3:2, 29. 4:2, 31. Mutter (Sebek) 4:3, 33. 5:3 und 6:3, 39. 6:4 (Eigentor). 45: 7:4, 48. 8:4, 49. Lastikka 8:5, 52. 9:5, 54. Mendelin 9:6, 57. 10:6, 59. Mendelin 10:7.

Bemerkungen: Wiler ohne Väänänen, C. Hofbauer, Rentsch (alle verletzt), D. Känzig (U21).