In diesem Solothurner Sportjahr sind definitiv die Frauen das starke Geschlecht. Gleich fünf der sechs Förderpreise 2011 gehen an weibliche Nachwuchstalente (siehe Box). Ein Novum in der jüngeren Geschichte des Solothurner Sports. Ist das nun reiner Zufall oder der Anfang einer Frauendominanz im Nachwuchssport? Für Jürg Schibler, dem Leiter der kantonalen Sportfachstelle, ist klar: «Das ist reiner Zufall und nur eine Momentaufnahme.»

Fakt ist, dass die Jury diesmal den Fokus verstärkt auch auf Randsportarten gelegt hat. Prämierte Sportarten wie Trampolinspringen oder Synchronschwimmen sind dabei fest in Frauenhänden.

Einen Trend hin zur Frauendominanz im Sport sieht Schibler nicht: «Ich habe in den letzten Jahren keinen erkennbaren Aufschwung im Kanton festgestellt. Die Sportpreise werden fair zwischen Geschlecht und Region verliehen. Dieses Jahr kann als Ausnahme gewertet werden.» Fest in Männerhand sind weiterhin die Verdienst-Preise rund um den Sport.

In dieser Kategorie werden Solothurner geehrt, die als Trainer, Funktionäre oder Förderer Grosses geleistet haben. «Solche Aufgaben werden von deutlich mehr Männern als Frauen ausgeübt. Der Frauenanteil nimmt jedoch zu», so Schibler.